​Der SV Werder Bremen präsentierte am Deadline Day gleich zwei Neuzugänge. Neben Hertha-Innenverteidiger Sebastian Langkamp ​wechselte auch Milot Rashica vom niederländischen Erstligisten Vitesse Arnheim an die Weser. Der Offensivspieler bringt ausreichend Potenzial mit, um sich im Kampf um den Klassenerhalt als entscheidender Trumpf zu erweisen.


Für den 21-Jährigen griffen die Norddeutschen tief in die Tasche. Laut kicker-Informationen wurden für den Youngster sieben Millionen Euro Ablöse fällig. Im Sommer 2015 verließ der kosovarische Nationalspieler sein Heimatland und wechselte nach Arnheim. Beim niederländischen Erstligisten erkämpfte sich Rashica auf Anhieb einen Stammplatz und entwickelte sich in den letzten Spielzeiten zu einem der wichtigsten Leistungsträger. 


Vitesse-Coach Henk Fraser trauerte dem Flügelspieler hinterher und sprach von einem "großen Verlust". "Er war die ganze Saison unser bester Angreifer. Ich glaube, er war an 70 Prozent unserer Tore beteiligt, und er war der Junge, der die meiste Gefahr ausstrahlte", wird der 51-jährige Übungsleiter in niederländischen Medien zitiert. In der aktuellen Spielzeit steuerte der Werder-Neuzugang in 19 Ligaspielen drei Treffer sowie drei Torvorlagen bei. 

In Bremen soll der kosovarische Nationalspieler die Lücke schließen, die durch den verletzungsbedingten Ausfall von Fin Bartels (Achillessehnenriss) entstanden ist. Rashica verfügt über das Potenzial, um an der Weser schnell Fuß zu fassen und eine wichtige Rolle in der Offensive der Grün-Weißen zu übernehmen. 


Der 21-Jährige gilt als schneller und technisch versierter Spieler, zu dessen großen Stärken Eins-gegen-Eins-Situationen zählen. Der Neuzugang wird dem Bremer Spiel sicherlich noch einen Tick mehr Geschwindigkeit verleihen. Rashica gilt nicht nur als starker Vorbereiter, sondern sucht auch immer wieder selbst den Abschluss. 

Eigenschaften, mit denen der Youngster einem der größten Probleme der Norddeutschen entgegenwirken könnte. In den vergangenen Wochen bereitete Cheftrainer Florian Kohfeldt die mangelnde Chancenverwertung Kopfzerbrechen. Diese gilt es zu verbessern, wenn sich Werder aus dem Tabellenkeller befreien will. 


Möglicherweise feiert der Neuzugang bereits am Samstagnachmittag gegen den FC Schalke 04 sein Startelf-Debüt. Laut Übungsleiter Kohfeldt hat der Offensivspieler gute Chancen auf ​einen Platz in der Anfangsformation