Es war viel los bei Werder Bremen am Deadline Day. Der Verlierer hieß Luca Caldirola. Werders Innenverteidiger bleibt wohl auch in der Rückrunde an der Weser, seine Aussichten auf Einsätze haben sich aber weiter verschlechtert. Mit Marco Friedl und Sebastian Langkamp kam neue Konkurrenz.


Auf ​Werder Bremen wartet am Samstag auf Schalke eine ganz schwere Aufgabe (15.30 Uhr). Die Mannschaft von Florian Kohfeldt braucht dringend Punkte um den Anschluss an Mainz 05 auf Rang 15 zu wahren. In den vergangenen fünf Spielen blieb Werder ohne Sieg, holte drei Remis in diesem Zeitraum.


Zum Ende des Winter-Transferfensters haben die Hanseaten deshalb noch einmal aufgerüstet. Mit ​Milot Rashia kommt der gesuchte Offensivspieler für die Außenbahn, ​Sebastian Langkamp ist eine erfahrene Verstärkung für die Abwehr-Zentrale. Zehn Millionen Euro hat Sportchef Frank Baumann für die beiden auf den Tisch gelegt - viel Geld für Werder-Verhältnisse.


Geblieben sind dagegen die beiden Innenverteidiger Lamine Sané und Luca Caldirola. Während ​Sané seinen Wechsel zum FC Metz mit einem Streik erzwingen wollte und von Werder suspendiert wurde, hat sich Caldirola frühzeitig mit einem Verbleib abgefunden. Der 27-jährige Italiener verhält sich dabei vorbildlich, ist aber dennoch weiter unzufrieden mit seinen Einsatzzeiten. 


Caldirolas Situation hat sich nach dem 31. Januar nicht geändert - sie ist ​eher noch schlechter geworden. In der Viererkette kämpfen rechts in der Innenverteidigung Milos Veljkovic und Neuzugang Langkampf um den Platz neben Abwehrchef Niklas Moisander. Der Finne ist bei Kohfeldt als linker Innenverteidiger gesetzt, wie der Werder-Coach auf der Pressekonferenz vor dem Spiel auf Schalke bestätigte: "Wenn Niklas Moisander fit ist - spielt er."

Er lobte aber auch die Einstellung von Backup Caldirola, der in Zukunft aber sogar um diese Rolle bangen muss. Denn der Linksfuß hat mit Bayern-Leihgabe Marco Friedl weitere Konkurrenz bekommen. Im Gegensatz zu Caldirola stand der junge Österreicher gegen die Hertha direkt im Aufgebot. Caldirola wurde in diesem Jahr dagegen noch nicht berücksichtigt. Dennoch sei Kohfeldt froh "jemanden wie Luca in der Hinterhand zu haben."

Die Aussichten auf einen Kader-Platz geschweige denn Spielminuten erhöhen die Aussagen seines Trainers für Caldirola aber nicht. Bleibt Werder in der Defensive von Verletzungen verschont, droht dem Italiener bis Saisonende ein Tribünenplatz.