Nein, eine Torfabrik wird der VfL Wolfsburg in dieser Saison vermutlich nicht mehr werden: Mit 23 Treffern nach 20 Spielen stellen die Wölfe die sechsschlechteste Offensive der Liga. Kein Wunder also, dass nach den Winterabgängen von Mario Gómez und Paul-Georges Ntep nochmals personell nachgelegt wurde und​ Admir Mehmedi für 8 Millionen Euro von Bayer Leverkusen verpflichtet wurde. Ob dieser aber schon für das Wochenende als Soforthilfe auf dem Platz stehen wird, ließ Trainer Martin Schmidt noch offen.


Auf der obligatorischen Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den VFB Stuttgart äußerte sich Schmidt zurückhaltend in Bezug auf ein sofortiges Mehmedi-Debüt. Ausschließen wollte es der Übungsleiter jedoch nicht: „Es gibt 20 Spieler bei uns, die am Wochenende spielen können und wollen. Er ist einer davon. Es ist gut, dass er aus dem vollen Trainings- und Spielbetrieb kommt.“



Grundsätzlich sei die Offensive der Wolfsburger durch Mehmedi aber deutlich variabler und unberechenbarer geworden, so Schmidt. Der 26-jährige konnte in der Vorrunde für Bayer 04 zwei Treffer und drei Vorlagen in zwölf Spielen beisteuern – und das obwohl er zumeist von der Bank kam.


Mit Blick auf die weiteren Verpflichtungen Renato Steffen (FC Basel) und Josip Brekalo (Leih-Ende, zuvor Stuttgart) zeigt sich der 50-jährige durchaus einverstanden mit dem Verhalten der Wölfe auf dem Wintertransfermarkt: „Ich muss Olaf loben, der den Kader mit Weitsicht angepasst hat. Wir haben den Kader gemeinsam analysiert, angepasst und jetzt eine gute Mannschaft zusammen.“


Mit „Olaf“ ist selbstredend Sportdirektor Olaf Rebbe gemeint, der ins gleich Horn bläst: „Wir haben mit Brekalo, Steffen und Mehmedi Qualität hinzugewonnen und außerdem Lücken geschlossen, die wir vorher ausgemacht haben.“ Bleibt abzuwarten, ob die Zuversicht von Schmidt und Rebbe begründet ist - und der Wölfe-Sturm doch noch ins Rollen kommt.