Für den 1. FC Köln geht es nach dem 1:1-Unentschieden am vergangenen Wochenende gegen den FC Augsburg schon am Freitag mit dem Spiel gegen Borussia Dortmund weiter. Dass man zum Auftakt des 21. Spieltags der Bundesliga dabei auch auf Ex-Coach Peter Stöger treffen wird, wollte sein Nachfolger Stefan Ruthenbeck auf der Pressekonferenz am Donnerstag aber nicht zu hoch hängen. Vielmehr gehe es gegen eine gute Dortmunder Mannschaft, gegen die man ein gutes Ergebnis erzielen will, um so den Anschluss an das rettende Ufer zu halten. 


Wie der Cheftrainer des 1. FC Köln erklärte, habe er zu seinem Vorgänger und jetzigem BVB-Coach aufgrund der unterschiedlichen Trainingszeiten der Profis und seiner damaligen U19 keine wirklich große Bindung gehabt. "Ich hatte zu Peter Stöger nicht so das nahe Verhältnis, einfach auch zeitlich bedingt", so Ruthenbeck. 


Auch wenn es jedoch eine engere Beziehung zwischen den beiden gegeben hätte, ​geht es am Freitag einzig und allein um drei Punkte, wie er betonte - egal, wer auf der Gegenseite steht. "Unsere Situation ist schlecht, wir brauchen jeden Punkt. Da ist es egal, ob man als Spieler ein gutes Verhältnis zu Peter hatte oder nicht. Es geht gegen Sokratis und Co., nicht gegen Stöger." 

Nach zuletzt vier Bundesligaspielen ohne Niederlage sieht Ruthenbeck seine Mannschaft auf dem richtigen Weg, um den fast schon für unmöglich gehaltenen Kassenerhalt doch noch zu schaffen: "Das Selbstvertrauen der Spieler wächst, die Automatismen greifen besser." 


Auch die Fans haben einen großen Rolle an der zuletzt guten Form der "Geißböcke" und geben trotz der weiterhin brenzligen Tabellensituation nach wie vor in jedem Spiel Vollgas. "Es ist toll, wie die Mannschaft als 18. unterstützt wird. Das ist bei anderen Klubs in der Krise nicht so. " Dennoch warnte der gebürtige Kölner vor zu großer Euphorie am Rhein: "Wir sind hier nicht in einem Harry-Potter-Film. Wir können nicht jedes Spiel gewinnen."

Der 1. FC Köln empfängt Borussia Dortmund in einer für BVB-Verhältnisse mehr als durchwachsenen Phase. Die Schwarz-Gelben warten mittlerweile wettbewerbsübergreifend seit vier Pflichtspielen auf einen Sieg und belegen aktuell nur den sechsten Rang. Die Domstädter stehen vor der Partie mit 13 Punkten weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz, der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt vier Punkte.