Er ist einer der teuersten​ ​Werder-Neuzugänge der vergangenen Jahre:​ Milot Rashica. Mit etwa 7 Millionen Euro Ablöse reiht sich der 21-jährige Kosovare in der Rangliste der kostspieligsten Transfers zwischen Marko Arnautovic (6,2 Millionen) und Wesley (7,5 Millionen) auf dem fünften Platz ein. Kein Wunder also, dass die Fans des SV Werder große Hoffnungen in ihre neue Offensivwaffe stecken. Und Trainer Florian Kohfeldt befeuert diese Erwartungen.


Auf der Pressekonferenz vor der Begegnung bei Schalke 04 äußerte sich Kohfeldt keinesfalls zurückhaltend. Rashica wird gegen die Königsblauen auf jeden Fall Teil des Werder-Aufgebots sein und habe sogar „gute Chancen, in der Startelf zu stehen.“



Der Bremer Übungsleiter weiter: „Es geht darum, dass wir den Spieler durch unser System immer wieder dazu bringen, seine individuellen Stärken auszuspielen.“ Daher sei ein Einsatz von Rashica „kein Widerspruch zu den Trainingseinheiten der vergangenen Wochen.“


In Bremen soll Rashica, der in der laufenden Saison in 19 Eredivisie-Begegnungen für Vitesse Arnheim drei Treffer erzielte und ebenso viel vorbereitete, die rechte Außenbahn beackern. Diese ist spätestens seit dem langfristigen Ausfall von Fin Bartels zum Schleudersitz verkommen. Zuletzt durften sich abwechselnd Zlatko Junozovic, Jerome Gondorf und auch Sturmstar Max Kruse über rechts versuchen.



Mit Rashica hat Werder nun einen talentierten, wenn auch noch nicht ausgereiften Flügelspieler verpflichtet. Der 21-jährige bringt eine gute Grundschnelligkeit mit, weiß zudem mit dem Ball umzugehen und kann in 1:1-Duellen für dringend benötigte Überraschungsmomente sorgen. Und auch die finanzielle Seite passt offenbar. Kohfeldt hierzu: „Außerdem haben wir finanzielle Werte geschaffen und bringen das Gehaltsgefüge nicht durcheinander.“


Grundsätzlich ist Werders Übungsleiter mit den Wintertransfers seines Klubs überaus zufrieden. Neben Rashica wurden auch Sebastian Langkamp von der Berliner Hertha und Marco Friedl vom FC Bayern an die Weser gelotst. Kohfeldt: „Ich bin sehr zufrieden mit den Neuzugängen und möchte Frank Baumann ein Kompliment aussprechen, wie er das trotz Gegenwind in Ruhe in die richtigen Bahnen gelenkt hat."