​Die TSG 1899 Hoffenheim trifft nach der 2:5-Niederlage den FC Bayern München am kommenden Wochenende auswärts auf Hauptstadtklub Hertha BSC und will die Niederlage möglichst wieder mit drei Punkten vergessen machen. Chancen auf einen Einsatz darf sich am Samstag auch Robert Zulj ausrechnen, der laut Coach Julian Nagelsmann einen guten Eindruck macht. Nicht spielen können wird aller Voraussicht nach Lukas Rupp, auch ein Einsatz von Top-Torjäger Mark Uth ist mehr als fraglich.


Wie Julian Nagelsmann auf der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag erklärte, habe Robert Zulj gute Chancen auf einen baldigen Einsatz in der Bundesliga, vielleicht sogar schon am Samstag gegen Hertha BSC. "Robert Zulj hat in den vergangenen Wochen sehr gut trainiert und drängt sich auf. Er hat hier aufgrund seiner schweren Verletzung in der Hinrunde noch keine große Rolle gespielt, aber das könnte sich bald ändern. Er ist absolut in der Spur. Durch die Verletzung brauchte er mehr Zeit, hier anzukommen. Er musste vor allem in der Defensive dazulernen und sich an das Tempo gewöhnen. Offensiv ist er ein ganz feiner Fußballer, mit einem tollen Fuß - sowohl beim finalen Pass als auch im Abschluss. Er ist ein wuchtiger Typ, der sich gut bewegt. Ich hoffe, dass wir das bald in der Bundesliga sehen können und er seine Trainingsleistungen im Spiel auf den Acker bekommt", so der Trainer der Kraichgauer.

 ​Nicht spielen wird hingegen wohl Mittelfeldmann Lukas Rupp, der "im Training einen Schlag aufs Knie bekommen hat und Stand heute wohl eher nicht spielen kann." Auch hinter Stürmer Mark Uth steht noch ein Fragezeichen, der gebürtige Kölner laboriert laut seinem Coach an Wadenproblemen. Ob er spielen kann, wird sich wohl erst kurzfristig entscheiden. 


Neben Uth ist auch ein Einsatz von Jungstar Nadiem Amiri sowie vom ​begehrten Spielmacher Kerem Demirbay fraglich. "Amiri und Demirbay sind noch nicht bei 100 Prozent, haben aber beide gut trainiert." 

Gegen die Hertha will man nach zuletzt vier sieglosen Spielen endlich wieder punkten, auch wenn es laut Coach Nagelsmann sicher nicht einfach wird. "In der vergangenen Saison haben wir in Berlin ein gutes Spiel gemacht und drei Punkte mitgenommen, zu Hause verlief die Partie in der Hinrunde eher unglücklich. Die Hertha stand damals sehr tief und hat dennoch Räume angeboten, die wir aber nicht bespielt haben." 


Dennoch glaubt der 30-Jährige an einen Sieg seiner Mannschaft: "In der Analyse haben wir viele Ideen entwickelt, wie wir gegen einen solchen Block spielen könnten. Ich nehme an, dass wir diese Räume heute besser finden würden." 


Die TSG 1899 Hoffenheim belegt vor dem 21. Spieltag nur den neunten Tabellenrang. Der Rückstand auf einen Europa-League-Platz beträgt aktuell vier Punkte