​Aufregung am 'Deadline Day': beinahe wäre noch einmal Schwung in den letzten Tag des Transferfensters gekommen, als Manchester City für Leicester-City-Angreifer Riyad Mahrez bot. Umgerechnet etwa 68 Millionen Euro sollen die 'Sky Blues' für den Algerier eingereicht haben, die 'Foxes' haben allerdings mehr als 100 Millionen Euro gewollt, um damit den England-Rekord zu brechen, den Paul Pogba nach seinem Wechsel zu Manchester United einst aufstellte. Nun zeigt sich Mahrez frustriert.


Leicester City v Watford - Premier League

Weiterhin ein 'Fox': Riyad Mahrez soll wegen des gescheiterten Transfers zu ManCity enttäuscht sein


Wie die englische Zeitung Telegraph berichtet, will der 26-jährige Außenstürmer (27 Einsätze, neun Tore, neun Vorlagen in dieser Saison) zeitnahe Gespräche mit den Verantwortlichen des Vereins führen und in Erfahrung bringen, wie sein "Traum-Wechsel" zu Manchester City und Pep Guardiola scheitern konnte. 


Dabei sollen die Verantwortlichen aus Manchester vier Angebote vorgetragen haben, waren allerdings nicht bereit, mehr als 60 Millionen Pfund für einen Spieler zu zahlen, der Leicester City 2014 lediglich 500.000 Euro kostete. Quellen, die dem Algerier nahestehen, haben bestätigt, dass der Angreifer nach dem gescheiterten Transfer äußerst niedergeschlagen sei.


Er soll auch deswegen enttäuscht sein, weil er gehofft habe, dass der einstige Überraschungsmeister ihn bei einer entsprechenden Summe ziehen lassen würde, dies letzten Endes aber nicht geschah. Es war bereits das zweite Angebot innerhalb eines Jahres, das Leicester City nicht angenommen hatte. Mahrez hatte sich für den Wechsel am Dienstag bereits vom Training freistellen lassen und war nach dem Scheitern nicht im Kader für die Partie gegen Everton gestanden.

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Aufstiegs- und Meisterschaftsheld Mahrez: trotz seiner Verdienste ließ Leicester City den Spieler nicht ziehen


Selbst ein Gespräch mit dem Klub-Boss Vichai Srivaddhanaprabha habe Mahrez geführt, doch auch dies war schlussendlich aussichtslos. Ein enger Freund des 26-Jährigen beschrieb dessen Gefühlslage wie folgt: "Das ist das vierte Transferfenster, indem sie ihm sagten, dass er gehen darf.


Er fühlt, dass er alles in seiner Macht stehende für den Klub gegeben hat. Er spielte eine große Rolle in der Aufstiegssaison, half dabei mit, mit dem Premier-League-Titel Geschichte zu schreiben und tat alles, was der Boss von ihm verlangte: im 'King Power' zu bleiben und den Klub in der Liga zu halten." Ehemaligen Teamkollegen soll er außerdem erzählt haben, dass man einen Krieg führen müsse, um Leicester zu verlassen, was er vermeiden wollte. Wann und ob Mahrez Leicester letztlich verlassen darf bzw. wird, bleibt abzuwarten.