​Pierre-Emerick Aubameyang ist ab sofort Spieler vom FC Arsenal. Mit einer Ablöse von 63,75 Millionen Euro ist er nun der teuerste Einkauf in der Klubgeschichte der 'Gunners'. Allein deshalb lastet bereits von Tag eins an ein enormer Druck auf dem Gabuner. Allerdings könnten auch andere Faktoren dazu führen, dass Auba es auf der Insel schwer haben wird.


Der Gabuner kommt mit einer Empfehlung von 141 Toren aus 213 Spielen für den BVB. An dieser Quote wird der Torschützenkönig der Bundesliga ab sofort in jedem Auftritt im Arsenal-Trikot gemessen werden. Sein Liga-Debüt im BVB-Jersey lief glänzend: drei Tore schoss er im Sommer 2013 beim FC Augsburg. Am Wochenende kommt der FC Everton ins Emirates-Stadium. Ein Tor scheint beinahe schon Pflicht für den neuen Star der 'Gunners'.

FC Augsburg v Borussia Dortmund - Bundesliga

Bundesliga-Debüt: Aubameyang bejubelt eins von drei Toren beim FC Augsburg.



Die Ansprüche auf der Insel sind hoch. War er beim Revierklub zuletzt der alleinige Superstar, wird er sich diesen Titel in London mit ein paar anderen Spielern teilen müssen. Klar, beim BVB gab es auch einen Reus, Dembélé, Hummels, Götze und wie sie alle heißen. Die Schlagzeilen aber bestimmte Aubameyang.


Mesut Özil könnte dem Knipser bereits in den nächsten Tagen wieder die Schau stehlen. Der Weltmeister soll nämlich einen neuen Vertrag unterschreiben, der ihn zum bestverdienenden Spieler der Vereinsgeschichte macht. Ob Auba das gefällt?


Zudem läuft es sportlich für Arsenal derzeit nicht rund. Nach der 1:3-Niederlage unter der Woche gegen Swansea ist die Teilnahme am internationalen Geschäft stark gefährdet. Ob ein Spieler wie Henrikh Mkhitaryan, der erfahrungsgemäß eine lange Eingewöhnungszeit benötigt und in wichtigen Spielen stets untertaucht, da eine Hilfe ist? Ob ein Spieler wie Mesut Özil, der zwar ein fürstliches Salär bezieht, jedoch ebenfalls, wenn es drauf ankommt, unsichtbar bleibt, dabei helfen kann das Ruder herumzureißen? 

Borussia Dortmund v SV Werder Bremen - Bundesliga

Aubameyang am Boden: ein gewohntes Bild im Winter 2017.



Auch Aubameyang ist nicht gerade dafür bekannt, in Phasen, in denen es beim Verein nicht läuft, sportlich herauszustechen. In dieser Saison erzielte er an den ersten sieben Spieltagen acht Treffer für den BVB - also zu einer Zeit, als die Schwarz-Gelben die Tabelle noch sensationell anführten. In den folgenden 13 Spielen, also in Zeiten der Krise, traf der Gabuner jedoch nur noch fünfmal. 


Und auf der Insel wird eine derartige Flaute nicht so schnell verziehen. Die Ansprüche von Fans und Presse sind hoch. Am Ende zu hoch? Man sollte vor dem ersten Auftritt Aubameyangs keine voreiligen Schlüsse ziehen, doch Afrikas Fußballer des Jahres von 2015 könnte eine schwierige Zeit bevorstehen. Vielleicht sehnt er sich ja früher als gedacht an die gute alte Zeit beim BVB zurück.