​Pierre-Emerick Aubameyang ist weg, das Theater beendet. Borussia Dortmund kann sich nun wieder aufs Sportliche konzentrieren. BVB-Coach Peter Stöger muss nun alles dafür tun, damit der Revierklub seine Saisonziele erreicht. In der Causa Aubameyang zeigt sich der Österreicher als nicht nachtragend.


"Es ist gut, dass es vorbei ist, weil das Thema so enorm viel öffentlichen Raum eingenommen hat", betonte der Österreicher in einem Interview mit der BILD-Zeitung. "Auba ist einer der Top-Spieler in Deutschland, der sich verändern will. Es ist eben für ganz Europa interessant, wohin er wechselt. Deswegen ist die Berichterstattung auch größer. Und die hat sich auf alles andere übertragen, was mit der Mannschaft zu tun hat. Als Thema, hinter dem man sich vielleicht auch mal verstecken kann, dient es nun nicht mehr.“ 


Heißt: nun ist die Mannschaft in der Pflicht. Ausreden werden nicht mehr geduldet, "entscheidend ist auf'm Platz", um es mit Alfred Preißler zu halten. 

Trotz der Situation verlor Stöger keine schlechten Worte über seinen Ex-Spieler Aubameyang: "In meiner Zeit ist er nie zu spät gekommen. Er hat ein einziges Mal die Team-Sitzung geschwänzt und ein einziges Mal schlecht trainiert, weil er offensichtlich ein Zeichen setzen wollte. Aber sonst hat er sich vernünftig verhalten.“ 


Aubameyang wollte seinen Abgang durch dieses Fehlverhalten erzwingen, was sich am Ende als erfolgreich herausstellte. Eine Verbannung auf die Tribüne kam für Stöger jedoch nie in Frage: "Solange ein Transfer nicht realisiert ist, muss man schauen, dass man den Spieler nicht komplett verliert. Ich muss immer bewerten, was für mich sportlich vertretbar ist. Und da Auba in der letzten Woche gut trainiert hat, habe ich ihn spielen lassen. Auch weil er die Qualität hat, uns zu helfen. In diesen Fällen gibt es kein Richtig oder Falsch, weil es für alle Ansichten Argumente gibt. Da dreht man sich dann im Kreis. Hätten wir ihn auf die Tribüne gesetzt und womöglich noch bis Sommer gehalten, wäre das Thema nie erledigt gewesen. Und es hätte keinen Gewinner gegeben.“