​Mit großer Sorge beobachtet Jürgen Kohler derzeit die aktuellen Entwicklungen rund um seinen ehemaligen Verein Borussia Dortmund. Die Unruhe um Pierre-Emerick Aubameyang sei nur eine von vielen Ursachen für die sportliche Misere. Die Qualifikation für die Champions League rückt in weite Ferne.


"Die Spieler wirken aus meiner Sicht körperlich immer noch nicht fit“, schrieb der Weltmeister von 1990 in seiner kicker-Kolumne. Dies sei jedoch nicht Neu-Coach Peter Stöger geschuldet, sondern vielmehr ein Resultat der Sommer-Vorbereitung. Weitaus drastischer sei es, dass der BVB keine Führungsspieler hat: "Wer beim BVB ist ein echter Leader? Mit Abstrichen von Sokratis ist keiner zu sehen."

Kohler vermisst bei seinem Ex-Verein einen Spieler, der seine Kollegen auch mal zusammenstaucht "wie früher Stefan Effenberg oder Oliver Kahn. Nur dann wirst du erfolgreich sein können." 


Der Revierklub wartet in der Rückrunde immer noch auf den ersten Sieg. Langsam aber sicher verliert der BVB seine Saisonziele aus den Augen. "Die Qualifikation für die Champions League ist für Borussia Dortmund in der aktuellen Verfassung in Gefahr", so Kohler weiter. "Jetzt sind die Spieler gefordert, sich zusammenzureißen.“


Glück für Borussia Dortmund: in der Tabelle geht es hinter den Bayern so eng zu, dass der BVB mit einem Sieg am Freitag in Köln gleich auf Platz zwei der Tabelle vorstoßen könnte. Bei einem erneuten Remis oder gar einer Niederlage wird es jedoch langsam kritisch für die Schwarz-Gelben.