Auch wenn der 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga um den Aufstieg spielt, wird der Club in den kommenden Jahren als Ausbildungsverein für die Konkurrenz herhalten müssen. So auch im Fall eines weiteren Juwels aus dem Nachwuchsleistungszentrum, das bei zwei Bundesligisten heiß begehrt ist.


Die Abgänge von ​Patrick Kammerbauer (SC Freiburg) sowie ​Cedric Teuchert (Schalke 04) suggerieren einen gewissen Identitätsverlust am Valznerweiher. Vor allen Dingen den Fans stoßen beide Abgänge der deutschen Nachwuchs-Nationalspieler sauer auf. Der FCN, der traditionell auf Kante genäht ist, sah sich aufgrund der im Sommer auslaufenden Verträge zum Handeln gezwungen. Im Gesamtpaket könnte die Ablöse für das Duo zumindest auf 1,8 Millionen Euro ansteigen.


Schon in Kürze droht dem Club der erneute Wegbruch eines Juwels. Laut Angaben des kicker beschäftigen sind RB Leipzig und der FC Augsburg mit einer Verpflichtung von Nils Piwernetz. Der 17 Jahre alte gebürtige Nürnberger kommt aktuell noch für die A-Junioren zum Einsatz und ist vertraglich bis 2019 gebunden. Starkes Interesse an dem U18-Nationalspieler attestiert die Sportzeitung den beiden Klubs aus der Bundesliga.

Die Nürnberger müssen in den kommenden Jahren ihrem Credo, junge Nachwuchstalente in den Kader einbauen und dann verkaufen, weiter nachkommen. In dieser Saison hat noch keiner aus dem Unterbau den Durchbruch am Valznerweiher geschafft, geschweige denn auf eine einzige Spielminute gekommen. Sportvorstand Andreas Bornemann sieht dies nicht als problematisch an.


„Wir hatten zuletzt eine überragende Quote an Spielern, die den Sprung schafften. Die ist nicht jedes Jahr wiederholbar“, so der Manager. „Wobei auch jetzt einige aus dem U-Bereich sehr häufig mittrainieren und mittlerweile ganz nah dran sind.“ Dass sich dies noch nicht in einer Nominierung für den Spieltagskader niedergeschlagen habe, liege auch an der Qualität des Kaders, meint Bornemann.