Der VfL Wolfsburg bastelt in diesen Tagen fleißig am Kader. Nachdem bereits die sofortige Verpflichtung von Bayer Leverkusens Admir Mehmedi unter Dach und Fach gebracht wurde, bestätigte Martin Kind, Präsident von Hannover 96, den bevorstehenden Abgang von Felix Klaus, der ab der kommenden Saison für die 'Wölfe' auflaufen wird.

Was vor ein paar Tagen erstmalig in den Medien vermeldet wurde, ist mittlerweile offiziell: Felix Klaus wird Hannover 96 im Sommer nach drei Jahren ​verlassen und sich dem VfL Wolfsburg anschließen. Gebrauch machen die Verantwortlichen des VfL dabei von einer im Vertrag verankerten Ausstiegsklausel, die im Falle des Offensivspielers bei etwa 3,5 Millionen Euro liegen soll.

Nachdem Martin Kind bereits gestern einem sofortigen Wechsel des Offensivspielers eine ​Absage erteilte, ärgerte sich der 73-Jährige nun über die Vertragsmodalitäten, die bei der Verpflichtung im Sommer 2015 vereinbart wurden: "Vielleicht hätten wir früher die Gespräche aufnehmen sollen. Aber er hat in dem Vertrag – und das sollten wir vermeiden – eine Ausstiegsklausel", wird Kind bei LigaInsider zitiert. Aufgrund dessen sei man "immer nur zweiter Spieler in dem Entscheidungsprozess" gewesen. Etwas, das man in Hannover nun akzeptieren muss. "Er hat sich entschieden, das respektieren wir", so Kind.

Hannover 96 v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga

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Erneut machte der Klub-Boss von Hannover 96 jedoch deutlich, dass Klaus erst im Sommer nach Wolfsburg wechseln wird. "Es gibt auch keine Anfrage, einen Transfer vorzeitig zu ermöglichen." Eine entsprechende Anfrage hätte man in Hannover sowieso abgelehnt. "Wir brauchen den Spieler", so Kind.

Interessante Einblicke in Klaus' Vertrag gewährte derweil Dirk Dufner. Der 49-Jährige war von April 2013 bis August 2015 als Sportdirektor in Hannover tätig und ist mittlerweile Spielerberater bei der 'arena11 sports group', die unter anderem Felix Klaus betreut. Dufner zufolge sei die Ausstiegsklausel erst aufgrund der Vertragslaufzeit zustande gekommen. "Die Agentur wollte ursprünglich drei Jahre, ich wollte unbedingt vier Jahre." Daraufhin habe man sich auf einen Vierjahresvertrag mit entsprechender Ausstiegsklausel geeinigt, "weil man ja weiß, man hat drei Jahre Zeit, den Vertrag gegebenenfalls dann zu anderen Konditionen zu verlängern", so Dufner.

Hannover 96 v 1. FSV Mainz 05 - Bundesliga

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​So oder so dürfte man in Hannover über den Abgang von Felix Klaus nicht gerade erfreut sein. Nach einer schwächeren ersten Saison spielte der mittlerweile 25-Jährige eine wichtige Rolle in der vergangenen Spielzeit, als er mit sechs Toren und fünf Vorlagen in 30 Spielen einen entscheidenden Beitrag zum Wiederaufstieg der Hannoveraner beitrug. In der aktuellen Spielzeit stand der Flügelspieler in insgesamt 20 Partien auf dem Platz, in denen ihm zwei Tore und insgesamt neun Torvorlagen gelangen.