Am letzten Tag des Winter-Transferfensters hat Werder Bremen die erhoffte Verstärkung für die Offensive gefunden: ​Milot Rashica wechselt mit sofortiger Wirkung von Vitesse Arnheim an die Weser und soll in den kommenden Wochen einen entscheidenden Teil zum Klassenerhalt beitragen. Im Interview mit werder.de sprach der 21-Jährige über die neue Herausforderung in Bremen und wie er der Mannschaft helfen möchte.

Am frühen Mittag des Deadline-Days konnte Werder Bremen endlich Vollzug melden und gab die Verpflichtung von Milot Rashica bekannt. Der Kosovo-Albaner kommt für etwa neun Millionen Euro vom niederländischen Klub Vitesse Arnheim, der aktuell auf Platz sechs der Eredivisie rangiert. In der laufenden Saison gelangen dem 21-Jährigen, der vor allem zu Saisonbeginn an einigen wichtigen Treffern beteiligt war, drei Tore und fünf Vorlagen in insgesamt 27 Einsätzen.


​Nun ist Rashica jedoch Spieler des SV Werder Bremen - und spürbar erleichtert: "Ich bin wirklich sehr glücklich, nun ein Spieler von Werder Bremen zu sein. Die letzten Tage waren stressig, vor allem der gestrige Tag", wird der Flügelspieler auf werder.de zitiert. "Werder ist ein großer Club mit ganz viel Tradition, der in einer der besten Ligen der Welt spielt", freute sich Rashica auf seine neue Aufgabe.

Generell zeigte er sich von der Bundesliga begeistert: "Die Bundesliga ist eine großartige Liga. Viele Fans, riesige Stadien, tolle Stimmung. Auch in meinem Heimatland habe ich die Bundesliga vor dem Fernsehen verfolgt", so Rashica, der bereits jetzt schon die nötige Portion Optimismus und Euphorie versprüht: "Wir wollen in jedem Spiel antreten, um zu gewinnen und schnellstmöglich in der Tabelle klettern. Meiner Meinung nach haben wir auch richtig gute Chancen, das zu erreichen."


​Der Mannschaft von Florian Kohfeldt habe in letzter Zeit das nötige Quäntchen Glück gefehlt, weshalb er zugleich mahnte: "Das Glück müssen wir uns nun erarbeiten." Abgesehen davon zeigte er sich jedoch von seinen neuen Mannschaftskollegen angetan: "Die Art und Weise und der Mut, wie wir spielen, gefällt mir. Sie sagt mir als Offensivspieler auf jeden Fall zu." Gerade das Tempo im Angriff gefalle Rashica, der daher nicht davon abweichen will: "Das ist ein Weg, den wir weitergehen sollten und dazu möchte ich meinen Teil beitragen."

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       Will auch in Bremen mit seinem Tempo überzeugen: Neuzugang Milot Rashica​


​​In der Folge machte er auch bereits deutlich, auf welcher Position er auch in Bremen auflaufen möchte. "Ich sehe mich auf den Flügelpositionen", so Rashica, der bei Vitesse Arnheim so gut wie alle seine Spiele auf der rechten Außenbahn absolvierte. Seine Stärken sieht Rashica in seiner Geschwindigkeit sowie seinen Fähigkeiten im Dribbling: "Auf dem Feld suche ich liebend gerne das Eins-gegen-Eins mit dem Gegenspieler und spiele meine Schnelligkeit aus. Genau das werde ich hier auch machen. Im wahrsten Sinne des Wortes, Gas geben", so der Neuzugang mit einem Lächeln.

​Debüt bereits gegen Schalke?


​Nach zuletzt vier sieglosen Bundesligaspielen trifft Werder Bremen am kommenden Spieltag auf den FC Schalke 04. Das Auswärtsspiel in der Veltins Arena würde Rashica nur ungern von der Bank aus verfolgen. "Ich fühle mich fit und könnte mir das schon vorstellen", antwortete der 21-Jährige auf die Frage, ob er sich erhoffe, bereits auf Schalke zum Einsatz zu kommen. Allerdings machte er auch deutlich: "Das entscheidet der Trainer." So oder so gibt sich Rashica kämpferisch: "Wenn es diese Woche nicht klappt, werde ich hart arbeiten, damit ich im nächsten Spiel dabei bin."

Die Verantwortlichen des SV Werder werden derweil darauf hoffen, dass Rashica die magere Torausbeute der bisherigen Saison aufbessern wird. Nach 20 Spieltagen steht die Mannschaft von Florian Kohfeldt lediglich bei 16 Treffern und stellt damit gemeinsam mit dem Hamburger SV und dem VfB Stuttgart die zweitschwächste Offensive der Liga. Einzig der 1. FC Köln präsentierte sich mit 15 Toren noch schwächer im Abschluss.