Kein Geld, keine Transfers. So einfach lautet die Formel beim Hamburger SV. Investor Kühne will keine finanziellen Mittel für Verstärkungen im Winter locker machen. Sportchef Jens Todt erklärt deshalb die Aktivitäten einen Tag vor dem Deadline Day für beendet. Neu-Trainer Bernd Hollerbach muss es mit dem vorhandenen Personal richten.


Im vergangenen Winter hießen die HSV-Neuzugänge noch Kyriakos Papadopoulos, Mergim Mavraj und Walace. Damals befand sich der 'Bundesliga-Dino' in einer ähnlichen Lage und rettete mit 25 Punkten in der Rückrunde am letzten Spieltag die Klasse. 


Neue Namen auf der Winter-Transfer-Liste werden in diesem Jahr nicht dazu kommen. Sportchef Jens Todt schließt das Transferfenster ab - a​m "Deadline Day" wird es keine Verstärkungen für den Abstiegskampf mehr geben. "Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass wir mit dem jetzigen Kader die Saison beenden werden. Die Spieler, die uns weitergeholfen hätten, waren für uns wirtschaftlich einfach nicht machbar“, sagte Todt am Dienstagabend der MoPo.

Kandidaten auf Todts Liste gab es genug. Der neue Trainer Bernd Hollerbach hatte auf je eine Verstärkung für die Abwehr und den Angriff gehofft. "Der Sportchef kennt meine Wünsche", meinte Hollerbach. Die kann sich der 48-Jährige nun aber abschminken. Er muss mit dem vorhandenen Kader den Rest der Saison bestreiten.


​Dieser wurde von Vorstandsboss Heribert Bruchhagen in den letzten Wochen betont angepriesenDer 69-Jährige weiß nur zu genau, ohne weiteres Kühne-Geld sind die gewünschten Transfers nicht zu stemmen. Der HSV-Investor will aber kein neues Geld mehr geben und macht damit Verstärkungen für die klammen Hamburger unmöglich. Dem HSV bleibt nichts anderes übrig als auf das vorhandene Personal zu vertrauen. 


Von 25 Punkten ist man derzeit aber noch weit entfernt. Immerhin gab es beim Hollerbach-Debüt in Leipzig den ersten Punktgewinn im neuen Jahr zu feiern, nach zuvor vier Niederlagen in Serie.