​Arsene Wenger hat sein Team nach Pleite bei Swansea City am Dienstagabend scharf attackiert. Besonders das Verhalten bei den Gegentoren war für den Coach nicht nachzuvollziehen, solche "riesigen Fehler" dürften auf diesem Niveau einfach nicht passieren.


Knackpunkt im Spiel war für den Franzosen die 35. Minute: Die 'Gunners' waren noch damit beschäftigt, sich über Monreals Führungstor zu freuen, als es schon 1:1 stand. Nach Özils Ballverlust wurde Mawson nicht attackiert und konnte auf Clucas durchstecken, der Cech aus kurzer Distanz überwand. Wenger: "Ihre Spielweise bereitet dir Probleme, weil sie sehr tief und diszipliniert stehen. Deswegen war das 1:1 ein Wendepunkt. Wir haben den Ausgleich selbst verschuldet und haben keine rationale Erklärung für dieses schnelle Gegentor."


Mit dem Punkt wäre Swansea "glücklich gewesen, für sie war ab dann nur wichtig, keine Fehler mehr zu machen." Die machten die 'Schwäne' auch nicht - wohl aber die Gäste aus London. beim 2:1 ließ Monreal den Ball unnötigerweise ins Aus laufen und warf ihn dann zum gedeckten Mustafi. Der schlug die Kugel nicht weg, sondern spielte auf Cech, der unfreiwillig Jordan Ayew bediente. Auch an der Entscheidung war Arsenals Defensive nicht unbeteiligt. Monreal schlug ein Luftloch und schickte damit Dyer auf die Reise. Mustafi kam schlecht in den Zweikampf und klärte dann flach in die Mitte, wo Clucas stand und den Doppelpack schnürte.


Neben den individuellen Fehlern sah Wenger die Gründe für die Niederlage vor allem in der fehlenden Zweikampfhärte seines Teams, dass "defensiv wie offensiv die entscheidenden Duelle verloren" habe. So blieben am Ende die Punkte 13, 14 und 15, die Arsenal nach eigener Führung noch abgab. Durch die Pleite in Wales haben die 'Gunners' nun acht Punkte Rückstand auf Platz vier - das Minimalziel Champions League droht zum zweiten Mal in folge verpasst zu werden.