Borussia Dortmund wird mit Pierre-Emerick Aubameyang mal wieder seinen besten Spieler abgeben. Die finanzielle Entschädigung für den Verkauf des Afrikaners ist beachtlich, der sportliche Verlust ist jedoch nur schwer zu kompensieren. Sportdirektor Michael Zorc spricht über die Schwere solcher Abgänge.


In Dortmund ist die Freude groß, am heutigen Deadline-Day die Posse um Pierre-Emerick Aubameyang endlich beenden zu können. ​Rund ​65 Millionen Euro bekommt der BVB für seinen extrovertierten Angreifer. Die Summe kann jedoch nur schwer über den sportlichen Verlust des Gabuners hinwegtrösten.


Stolze 141 Tore erzielte Aubameyang seit seinem Wechsel 2013 - mehr als doppelt so viele wie jeder andere Spieler in diesem Zeitraum. „Bei gewissen Spielern ist es nicht möglich, sie 1:1 zu ersetzen“, gesteht Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc gegenüber der Sport Bild. Er selbst führt das Beispiel Robert Lewandowski auf, der 2014 ablösefrei zu den Bayern wechselte.

Borussia Dortmund v Sport-Club Freiburg - Bundesliga

Pierre-Emerick Aubameyang (2 v. r.) macht sich zum letzten Mal im BVB-Dress warm


„Uns ist es trotzdem gelungen, in Auba einen guten Nachfolger zu finden. Er hat es geschafft, die Lücke, die Robert hinterlassen hat, auf seine Art zu schließen“, so Zorc. Wer nun Nachfolger von Aubameyang wird, ist noch nicht zur Gänze geklärt. ​Heißester Kandidat ist aktuell Michy Batshuayi vom FC Chelsea, für den im Gegenzug Olivier Giroud vom FC Arsenal zu den Blues wechseln soll.


Beispiele wie Ousmane Dembélé (FC Barcelona), Mats Hummels (FC Bayern), Ilkay Gündogan (Manchester City) und Henrikh Mkhitaryan (über Manchester United zu Arsenal) zeigen auf, dass es dem BVB nicht gelingt, absolute Top-Stars in den eigenen Reihen zu halten. Auf die Frage, ob der BVB ausbluten würde, antwortet Zorc: „Nein, das denke ich nicht. Aber diese Entwicklung ist für uns irgendwo auch ein Fluch des Erfolgs.“


Zorc: Da machen wir uns auch keine Illusionen


Man verliere immer wieder Spieler an andere Vereine, die noch größer seien als der BVB, noch mehr Anziehungskraft und einen noch besser bestückten Geldbeutel besitzen, erklärt Zorc. „Dem entgegenzusteuern ist nur schwer möglich, da machen wir uns auch keine Illusionen.“ Den Weg weiterhin mit jungen Wilden wie Christian Pulisic und Jadon Sancho zu bestreiten, wird also Mittel zum Zweck, der auch in Zukunft fortgeführt werden wird.