​BVB-Flügelspieler Andriy Yarmolenko wird Borussia Dortmund für mehrere Wochen aufgrund einer Sehnenverletzung fehlen. Dies ist zum einen bitter für den Ukrainer, der sich ohnehin in den letzten Wochen durch schwache Leistungen von der ersten Elf entfernte, zum anderen könnte die Verletzung aber auch für andere Spieler Folgen haben.


Kurz vor Toreschluss wurde Andriy Yarmolenko im August von Kiew nach Dortmund geholt. 25 Millionen Euro überwiesen Aki Watzke und Michael Zorc in die ukrainische Hauptstadt. Und der 28-Jährige lebte sich blendend ein und verzeichnete in seinen ersten Spielen einen Scorerpunkt nach dem anderen. 



Diese Leichtigkeit ist dem Rechtsaußen in letzter Zeit jedoch deutlich abhanden gekommen. Yarmolenko tat sich zunehmend schwer, nur wenige Aktionen waren mit Erfolg gekrönt. Nun setzt eine Sehnenverletzung den Offensivmann für mehrere Wochen außer Gefecht. Dies könnte dafür sorgen, dass sich der gebürtige Sankt Petersburger noch weiter von der ersten Elf entfernt. Doch auch für einige Kollegen könnte der verletzungsbedingte Ausfall des Ukrainiers Folgen haben.


Denn auf einmal herrscht selbst in der prall gefüllten BVB-Offensive Ebbe. Marco Reus wird noch bis Ende Februar fehlen, Maxi Philipp dürfte erst kurz vor Ende der Saison wieder dazustoßen. Pierre-Emerick Aubameyang wird den Verein definitiv verlassen. Auch André Schürrle sollte eigentlich vom Hof gejagt werden, könnte nun aber wieder eine Rolle spielen, denn Peter Stöger wird für den Rest der Saison nicht bloß auf die Jungspunde Alexander Isak, Jadon Sancho und Christian Pulisic setzen. 

1. FC Magdeburg v Borussia Dortmund - DFB Cup

Schürrle (r.) und Sancho (l.) könnten die Nutznießer des Yarmolenko-Ausfalls sein.


Schürrle könnte der wichtige erfahrene Mann sein, der die jungen Offensivspieler führt. Dadurch könnte wiederum Jadon Sancho weiter an Kredit gewinnen. Der 17-Jährige hat sich längst ins Herz von Peter Stöger gespielt, stand in allen drei Spielen der Rückrunde in der Startelf. Doch auch das englische Supertalent kann es in der Offensive eben nicht alleine richten. Genauso wenig ein Christian Pulisic, der nach zwei Jahren Bundesliga zwar ein Stück weit erfahrener, aber auch erst 19 Jahre alt ist.


So bitte die Verletzung für Yarmolenko sein mag, für seine Kollegen Schürrle und auch Sancho könnte sie etwas Positives bewirken. Sollten beide ihre Chance nutzen, dürfte es für den Ukrainer umso schwerer werden, zurück in die Mannschaft zu finden. Doch der Fußball verbindet so viele Umstände, man weiß nicht, welche Ausgangslage in einigen Wochen herrschen wird.