​Wann wusste der FC Schalke 04 vom Transfer von Leon Goretzka zum FC Bayern München? Wenn es nach der Meinung der Schalker Verantwortlichen geht, zu spät. Goretzka und sein Berater haben Heidel und Co. bis zuletzt im Unklaren gelassen, obwohl der Wechsel nach München schon feststand, so der Vorwurf. Hinweise von Uli Hoeneß in Richtung Clemens Tönnies gab es schon Anfang des Jahres, wie nun bekannt wurde.


VfB Stuttgart v FC Schalke 04 - Bundesliga

Auch nach Bekanntgabe des Transfers: um die Personalie Goretzka wird es derzeit nicht still.


Das SPOBIS - Sportbusiness-Festival für die Zukunft des Sports lieferte nun neue Nahrung für die Medien. Beim besagten Event waren nämlich Clemens Tönnies und Uli Hoeneß zu Gast, die zu verschiedensten Themen rund um den Sport Stellung bezogen und dabei auch die Personalie Goretzka besprachen. Der Journalist Raphael Wiesweg fasste die wichtigsten Aussagen dabei via Twitter zusammen.


Tönnies polterte zunächst, man müsse die Übermacht des FC Bayern stoppen und dafür sorgen, dass sie nicht deutscher Meister werden. Man habe immerhin die Verschuldung minimiert und sei der einzige Verein der Liga, der noch ein eingeschriebener Verein (e.V.) ist. Sonst sei die Dominanz des FC Bayern "erdrückend", so die Worte des 61-jährigen Aufsichtsratsvorsitzenden. 


Hoeneß lobte hingegen die Arbeit des Konkurrenten aus Gelsenkirchen, verwies auf die seriöse Führung und die Mehreinnahmen, die Schalke durch eine regelmäßige Teilnahme an der Champions League generieren würde. Zum Thema Goretzka äußerte sich der Bayern-Präsident schließlich wie folgt.

Was genau Hoeneß mit reinem Wein meinte, sagte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Dies hätte bedeutet, Tönnies habe von einem möglichen Wechsel oder von Tendenzen schon deutlich früher gewusst, als beispielsweise die Öffentlichkeit. Im Nachhinein ruderte Hoeneß dann allerdings zurück. 

Im weiteren Verlauf verriet Hoeneß, dass er den Mittelfeldspieler selbst nie persönlich getroffen habe.

Tönnies blieb nach den Aussagen zu Goretzka entspannt, sagte nur lachend: "Wenn du Domenico Tedesco anfasst, gibt es Prügel."

Ob Domenico Tedesco beim FC Bayern vielleicht schon wirklich als Trainer gehandelt wird? Zuletzt betonte Hoeneß, bislang gebe es neben Heynckes keinen Plan B für den Trainerposten.