​Das Theater um Pierre-Emerick Aubameyang scheint die Klub-Bosse auch über die Dortmunder Stadtgrenzen hinaus mächtig zu tangieren. So wetterte Bayern-Boss Uli Hoeneß nun in Richtung des Gabuners. Doch auch der BVB kommt beim Münchener Präsident nicht sonderlich gut weg.


"Das ist nicht gut für den Fußball", betonte Hoeneß beim Ständehaus-Treff der Rheinischen Post in Düsseldorf. Nach Ousmane Dembélé ekelt sich mit Pierre-Emerick Aubameyang nun der nächste Leistungsträger mit langfristigem Vertrag aus Dortmund. Der Bayern-Präsident sieht hier die Schuld aber nicht allein bei den Spielern: "Wir würden den Spieler fragen: Kannst du lesen, wie lange dein Vertrag läuft? Und dann wäre Ende der Diskussion. Haben Sie schon mal gelesen, dass ein Spieler dem FC Bayern auf der Nase herumtanzt? Ousmane Dembele hätte ich nicht gehen lassen."

Nach dem Rundumschlag zeigte der 66-Jährige jedoch ein wenig Verständnis für den Revierklub, ist die Ausgangssituation beider Klubs doch grundverschieden: "Wir sind nicht börsennotiert, deshalb können wir auch einmal 100 Millionen Euro ablehnen."


Der französische Jungspund Dembélé wechselte schließlich für 105 Millionen Euro zum FC Barcelona. Durch zahlreiche Boni kann die tatsächliche Summe noch auf bis zu 145 Millionen Euro steigen. Für Hoeneß sei der Abgang trotz der enormen Ablöse nicht nachzuvollziehen: "Der wirtschaftliche Erfolg folgt auf den sportlichen - nicht umgekehrt."