Debütantenball beim Derbysieg der Wolfsburger in Hannover. Während Elvis ​Rexhbecaj zum ersten Mal überhaupt im Oberhaus zum Einsatz kam, feierten Victor Osimhen und Renato Steffen ihre Startelf-Premiere im Trikot des VfL. Osimhen fiel im Sturmzentrum der 'Wölfe' vor allem durch seinen großen Einsatzwillen auf.


Anfang Januar 2017 verpflichtete der VfL Wolfsburg Sturmtalent Victor Osimhen für 3,5 Millionen Euro aus seiner Heimat Nigeria. Zu Beginn der Rückrunde fiel der 19 Jahre alte Mittelstürmer allerdings wegen einer Meniskusverletzung auf. Erst knapp fünfeinhalb Monate nach seiner Ankunft in Deutschland durfte er an den letzten beiden Spieltagen der Vorsaison sein Bundesliga-Debüt feiern.


Unter Trainer Martin Schmidt kamen in der aktuellen Spielzeit sechs weitere Einsätze dazu - immer als Joker. Beim so wichtigen ​1:0-Auswärtssieg in Hannover nutzte Osimhen den Ausfall von Divock Origi und feierte seine Startelf-Premiere. Der U17-Weltmeister und Torschützenkönig des Turniers durfte 90 Minuten durchspielen.


Auch wenn der Youngster weiter auf seinen ersten Treffer im deutschen Profi-Fußball warten muss, zeigte er eine engagierte Leistung im Angriffszentrum der 'Wölfe'. "Der ist gelaufen für Zwei, das haben wir gebraucht“, lobte sein Trainer Martin Schmidt. Osmihen spulte knapp 11,8 Kilometer ab und war damit hinter den beiden zentralen Mittelfeldakteuren Maximilian Arnold und Yannick Gerhardt am meisten unterwegs.


"Ich war nicht nervös, ich war bereit. Ich wusste, dass die anderen Stürmer nicht dabei sind und dass ich mehr spielen werde, aber ich wusste lange nicht, dass ich in der Startelf stehe“, meinte Osimhen gegenüber Sportbuzzer. "Ich bin sehr zufrieden. Es war mein erster Startelf-Einsatz und wir haben gewonnen. Ich bin dem Trainer für das Vertrauen sehr dankbar“, bewertete er seine Premiere in der Anfangsformation. 


Auf seinem Instagram-Account drückte er seinen Dank ebenfalls aus. Neben Fotos vom erfolgreichen Derby schrieb er: "Danke an Gott, erster Start, Derby gewonnen!!! Danke an die Fans, ihr wart wie immer fantastisch."

Auf seinen ersten Treffer im deutschen Profi-Fußball muss er dennoch weiter warten. Außer eines Kopfballs in der ersten Halbzeit, bei dem Hannover-Keeper Philipp Tschauner keine Mühe hatte, kam Osmimhen in keine weitere Abschlusssituationen. Dennoch könnte er auch am kommenden Wochenende gegen den VfB Stuttgart die nächste Chance in der Startelf erhalten, auch wenn Origi wieder ins Team zurückkehrt. Einen der für zwei läuft, kann man schließlich immer gebrauchen.