​Mit seiner aktuellen Situation bei Bayer 04 Leverkusen kann und darf Benjamin Henrichs nicht zufrieden sein. Trotz seines schweren Standes bei der Werkself lehnte er jedoch einen Wechsel zu RB Leipzig ab. Doch warum kommt ein Transfer des Nationalspielers zum Vorjahres-Zweiten nicht zu Stande?


Nach der schweren Verletzung von Marcel Halstenberg, der die komplette Rückrunde verpassen wird, ist RB Leipzig derzeit auf der Suche nach einem Ersatz für den Außenverteidiger. Dabei ist den Sachsen direkt Benjamin Henrichs ins Auge gesprungen. Jedoch erteilte der 20-Jährige, der als Außenverteidiger beide Seiten bekleiden kann, Ralf Rangnick und Co. ​eine Absage.


Henrichs ist von sich selbst überzeugt und das ist eine Stärke, die für ihn spricht. Obwohl es derzeit nicht ganz so rund für ihn läuft, will er sich in Leverkusen durchsetzen und hofft noch, auf den WM-Zug aufspringen zu können. Zumal man auch bezweifeln kann, dass die Werkself einen Wechselwunsch des Youngsters stattgegeben hätte, denn die Leipziger sind direkte Konkurrenten im Kampf um die internationalen Ränge.


Rangnick gibt Bayer die Schuld


Kurios sind allerdings die Aussagen von RB-Sportdirektor Ralf Rangnick und die von Ali Bulut, dem Berater von Henrichs, in der Bild. Während Bulut sagt, "dass er (Henrichs, Anm. d. Red.) sich in Leverkusen durchsetzen will", spricht Rangnick von einem anderen Grund, weshalb der Wechsel nicht vollzogen werden kann. "Wir hätten Benjamin Henrichs gerne verpflichtet, und er wiederum hätte sich sehr gut vorstellen können, zu uns zu kommen. Aber Bayer Leverkusen wollte ihn nicht gehen lassen", so der 59-Jährige.

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Benjamin Henrichs (links) und Timo Werner werden keine Teamkollegen



RB Leipzig hat noch bis Mittwoch Abend Zeit, einen neuen Spieler zu verpflichten, der Halstenberg in der Defensive vertreten kann. Um 18 Uhr schließt dann in Deutschland das Transferfenster. Eine mögliche ​Alternative könnte Jannes Horn vom 1. FC Köln sein. Henrichs wird es jedenfalls nicht. Damit zeigt er nicht nur Kampfbereitschaft um einen Stammplatz, sondern auch, dass ihm was an seinem Verein, für den er seit 2004 spielt, liegt. Sein Vertrag bei Bayer läuft noch bis 2022.