​Der VfB Stuttgart hat nach der Entlassung von Trainer Hannes Wolf schnell gehandelt und am Montagnachmittag mit Tayfun Korkut bereits einen Nachfolger präsentiert. Auf seiner Vorstellung-Pressekonferenz äußerte sich der gebürtige Schwabe nun zur neuen Aufgabe beim Bundesliga-Aufsteiger und aktuellen Abstiegskandidaten. 


Tayfun Korkut geht mit einem guten Gefühl an die neue Herausforderung in seiner Geburtsstadt. Was in der jüngeren Vergangenheit beim VfB passiert ist, sei bemerkenswert, wie er betonte. "Der Verein hat in den letzten eineinhalb Jahren einiges geleistet. Der Abstieg war eine schwierige Phase für den Verein. Was danach gelaufen ist, ist beachtlich. Jetzt ist es im Moment so, dass es rein von den Ergebnissen her schwierig ist. Aber man hat noch ein kleines Polster. Nun geht es darum, dieses Polster zu halten." Beim Bundesliga-Aufsteiger habe man "eine interessante Mannschaft. Vor allem die Mischung. Viele erfahrene, aber auch sehr talentierte und junge Spieler. Die auch dieses freche und wilde haben. Jetzt müssen wir die richtige Mischung finden", so der Neu-Coach der Schwaben. 


Insgesamt habe er "sehr viel Vertrauen in die Mannschaft und die Zusammenstellung des Teams. Es ist ja auch nicht so, dass alles schlecht und negativ ist. Man muss jetzt natürlich aufpassen. Aber ich mache mir da jetzt nicht so viele Gedanken. Ich werde versuchen, das Beste aus jedem Einzelnen herauszuholen."

Trotz der schwierigen Situation glaubt Korkut fest an den Klassenerhalt am Saisonende. Dafür gelte es, die Spieler mental fit zu halten und das Selbstvertrauen möglichst schnell wieder mit guten Erfolgserlebnissen zu stärken. "In meiner Vergangenheit waren einige brenzlige Situationen dabei. Eine Sache, die mit auch gestärkt hat. Ich bin auch hier sehr sehr zuversichtlich. Es kann auch steinig werden. Wir müssen vorbereitet sein. Das bin ich auf jeden Fall. Ich glaube, dass wir das hinbekommen. Wir müssen schauen, dass wir den Druck so weit wie möglich von der Mannschaft fern halten."

Um den Negativtrand zu beenden, erklärte der neue Coach, vor allem an der aktuellen Auswärtsschwäche arbeiten zu wollen. "Es kann nicht sein, dass wir von der Atmosphäre des eigenen Stadions abhängig sind. Wir müssen lernen, uns auswärts zu wehren."

Wie die Fans den ehemaligen Profi des Stadtrivalen Stuttgarter Kickers empfangen werden, wisse er nicht. Auf einen Bonus in seiner Geburtsstadt sei er nicht angewiesen"Wie die Fans mich empfangen wird abhängig davon sein, wie es lauft. Ich brauche keinen Bonus, weil ich aus Stuttgart bin." Auch auf eine spezielle Ansage verzichtete der 43-Jährige. "Ich bin nicht die Person, die mit einer besonderen Botschaft in diese Aufgabe gehen will. Ich kann nur eins versprechen: Dass wir alles dafür geben, die Mannschaft so gut wie möglich vorzubereiten."


Der VfB Stuttgart steht nach 20. Spieltagen mit 20 Punkten auf Tabellenplatz 14 und steckt damit mit drin im Abstiegskampf. Am kommenden Samstag geht es beim Korkur-Debüt gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg.