​Am Wochenende feierte Bernd Hollerbach beim 1:1 gegen RB Leipzig ein gelungenes Debüt als Chefcoach des Hamburger SV. Dennoch droht dem HSV Ärger - denn die Würzburger Kickers, bekanntlich Hollerbachs Ex-Klub, drohen dem Ligadino.


Obwohl Bernd Hollerbach nach seinem Rücktritt bei den Würzburger Kickers im vergangenen Sommer noch einen gültigen Vertrag beim Drittligisten besitzt, stellte der Hamburger SV den 48-Jährigen in der vergangenen Woche als Nachfolger von Markus Gisdol vor. Heribert Bruchhagen setzte sich im Zuge dessen mit den Verantwortlichen der Kickers in Verbindung, um Hollerbach aus seinem Vertrag loszueisen und unterbreitete dem FWK ein Angebot.

Doch während der HSV die Angelegenheit damit als erledigt betrachtete, gehen die Würzburger nun in die Offensive. Denn eine Einigung wurde offenbar nicht erzielt! "Erst am vergangenen Freitag erhielten wir ein schriftliches und offizielles Angebot des Hamburger SV. Ohne auf Details eingehen zu wollen, entspricht dieses allerdings nicht unseren Vorstellungen – und in der Form auch nicht der Wertigkeit der Personalie", erklärte der Vorstandsvorsitzende Daniel Sauer in einer offiziellen Mitteilung.


Sauer ließ weiter verlauten, dass man dem HSV "eine Frist bis Mittwoch, 31. Januar, 12:00 Uhr setzen“ werde, um sich mit einem weiteren Angebot zu melden. Sollte bis dahin keine Einigung zwischen beiden Vereinen erzielt worden sein, droht Ärger.


"Herr Bruchhagen ist ein sehr erfahrener Fuchs im Profi-Fußball, aber hier war er gewiss ein wenig zu schnell", so Sauer weiter. "Umgekehrt hätten er und der HSV sicher nie ein Telefonat als abgeschlossene vertragliche Vereinbarung angesehen.“ Nun gilt es für Bruchhagen und Co., schnellstmöglich eine zufriedenstellende Lösung im Fall Hollerbach zu finden.