Am Rande der 0:1-Niederlage von Hannover 96 gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Sonntag gab es immerhin eine gute Nachricht aus Sicht der Niedersachsen zu vermelden. Die Polizei hat zwei Stadionbesucher ausfindig machen und sanktionieren können, die im vorherigen Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 (3:2) mit rassistischem Verhalten aufgefallen waren.


Die Heimpleite im Niedersachsen-Derby gegen die Wölfe sorgte in der HDI-Arena für größtenteils schlechte Stimmung. Lediglich über diesen Tweet der Polizei Hannover durften sich die Fußballfans (und zwar nicht nur die von 96) freuen: "Zwei Personen, die bei dem Spiel gegen Mainz 05 mit rassistischen Beleidigungen 'geglänzt' haben, konnten bei der heutigen Partie gegen Wolfsburg identifiziert werden und haben ein Hausverbot erhalten."

Betroffen waren damals die zwei Mainzer Spieler Leon Balogun und Anthony Ujah, die von einigen wenigen 96-Anhängern unter anderem mit Affenlauten beleidigt worden waren. Balogun, der zwischen 2008 und 2010 selbst das Trikot der Roten getragen hatte, reagierte auf seiner Webseite mit Unverständnis.

"Ich bin erschrocken darüber, dass so ein Verhalten 2018 in der Bundesliga, in der jeden Tag Spieler unterschiedlicher Herkunft, Hautfarben und Religionen gemeinsam für ihre Fans kämpfen, überhaupt noch existiert", so Balogun.


"Eine hirnlose Aktion weniger Einzelpersonen"


Auch Hannover 96 hatte sich im Anschluss an die Mainz-Partie ausdrücklich von den Fans distanziert, die in Wirklichkeit keine sind: "Es ist eine hirnlose Aktion weniger Einzelpersonen gewesen, die wir nicht als Teil unserer 96-Gemeinschaft akzeptieren - denn sie haben nichts gemein mit den Werten, für die unser Klub seit langem steht." Nun wurden die Schuldigen endlich ausfindig gemacht.