​Nach der 0:2-Niederlage gegen den FC Schalke 04 sahen sich die Offiziellen des VfB Stuttgart gezwungen, sich von ​​Trainer Hannes Wolf zu trennen. Bei seinen Spielern war der junge Cheftrainer jedoch bis zuletzt extrem beliebt. Ohne ihn könnten sich die Schwaben auch bei möglichen Neuverpflichtungen schwer tun.


Noch vor wenigen Monaten konnten sich die Stuttgarter über die Vertragsverlängerungen von Benjamin Pavard und Timo Baumgartl freuen. Beide Verteidiger wurden auch von namhaften Klubs umworben und entschieden sich dennoch für den VfB. Bei beiden hatte dabei Hannes Wolf eine große Rolle gespielt. Unter dem 36-Jährigen reiften beide zu gestandenen Bundesligaprofis heran. 


Wolf arbeitete jahrelang erfolgreich in der Jugend von Borussia Dortmund. Wenig überraschend bewies er auch beim Aufsteiger ein gutes Händchen im Umgang mit jungen Talenten. Nach dem Abstieg half der gebürtige Bochumer dem Traditionsverein, wieder ein positives Image aufzubauen. Die Stuttgarter waren zwischenzeitlich auf einem guten Weg, sich als eine gute Adresse für junge Talente zu positionieren. 

Ob Wolf in der Lage gewesen wäre, die sportliche Talfahrt beim Aufsteiger zu stoppen, kann keiner sagen, ohne ihn verlieren die Schwaben aber erst einmal mit Sicherheit an Profil. Trotz der Niederlagenserie drangen keinerlei Misstöne innerhalb des Kollektivs an die Öffentlichkeit. Durch seine kommunikative, offene Art konnte der Cheftrainer sein junges Team bis zum Ende homogen halten.


Wie beliebt der Aufstiegstrainer unter seinen Spielern war, zeigen allein die Reaktionen der VfB-Profis auf seine Entlassung. Marcin Kaminski unterstrich, wie sehr auch er von der Zusammenarbeit profitiert hatte. "Trainer, vielen Dank, dass Sie an mich geglaubt haben, für die Chance, die ich bekommen habe und dafür, dass ich Dank Ihnen ein besserer Spieler geworden bin, der jetzt wieder für die Nationalmannschaft spielt", so der Pole via Twitter.

Selbst der zuletzt eher selten berücksichtigte Orel Mangala bedankte sich bei dem Fußballlehrer und schrieb auf Instagram: "Danke für alles, was du bis jetzt für mich getan hast. Ich wünsche dir für die Zukunft alles gute."


Klar ist, dass sich auch in der baden-württembergischen Landeshauptstadt die Welt weiter drehen wird und dass es auch eine erfolgreiche Zeit nach Hannes Wolf geben kann. Durch die Entlassung hinterfragen sich die Stuttgarter jedoch wieder einmal grundlegend und ​Sportvorstand Michael Reschke ist nun gefragt, ein neues Profil zu schärfen, auf dass der VfB auch in Zukunft ein attraktiver Verein für Talente und eventuelle Neuzugänge bleiben kann.