​In seinem letzten Spiel an der Seitenlinie des VfB Stuttgart ​überraschte Hannes Wolf mit der Berufung von Jacob Bruun Larsen in die Startelf. Der Neuzugang von Borussia Dortmund konnte dem Team jedoch nicht weiterhelfen und wirkte heillos überfordert.


​Der 19-Jährige wechselte nur wenige Tage zuvor auf Leihbasis von den Schwarz-Gelben an den Neckar und konnte daher noch nicht viele Trainingseinheiten mit seinen Teamkollegen absolvieren. Die mangelhafte Abstimmung mit seinen Mitspielern wurde von Beginn an augenscheinlich und der Däne wirkte auf der rechten Seite der Schwaben komplett neben sich. 


In der Vergangenheit hatte der Youngster in seiner Karriere zwar bereits ab und an auf der rechten Seite im Mittelfeld gespielt, die meisten Erfahrungen hat der fünffache dänische U21-Nationalspieler jedoch auf der linken Offensivseite gesammelt. Das Experiment von Wolf, ihn beim Heimspiel gegen die ausgebufften Königsblauen ins kalte Wasser zu schmeißen, ging ordentlich in die Hose.

Der Jungspund kam nur in sehr wenige Zweikämpfe und wirkte auch ins Offensivspiel überhaupt nicht eingebunden. Unrühmlicher Tiefpunkt seines Auftritts war ein Zweikampf im eigenen Sechzehner gegen Leon Goretzka in der 18. Spielminute. Larsen ging dabei mit hohem Bein in seinen Gegenspieler und schenkte den Schalkern durch diese naive Abwehraktion einen total unnötigen Elfmeter.


Zur Halbzeit wurde er erlöst und sein Trainer brachte Anastasios Donis für ihn. Wolf galt bereits in der Jugend der Borussen als großer Förderer von Larsen und nach dem Rausschmiss des 36-Jährigen wird es für das Talent nach diesem miesen Start, egal bei welchem Trainer, nicht gerade leicht. Eine weitere Chance hat er dennoch verdient.