​​Innenverteidiger Marc Bartra hat heute im Prozess gegen den Angreifer auf den BVB-Bus Sergej W. vor Gericht ausgesagt. Sein Anwalt verlas ein vorgefertigtes Statement.


Der spanische Verteidiger ließ von seinem Anwalt eine in seinem Namen verfasste Erklärung vorlesen, in der er auf die Geschehnisse am 11. April 2017 einging, als der angeklagte Sergej W. in unmittelbarer Nähe des Mannschaftsbusses der Schwarz-Gelben drei selbstgebaute Splitterbomben zündete. 


Demnach habe er nach der Detonation große Hitze und starke Schmerzen im Arm gespürt. Panik sei unter den Spielern und Verantwortlichen ausgebrochen, auch er habe Todesangst gehabt und befürchtet, dass er seine Familie nie wieder sehen würde.

Nachdem er mit einem offenen Bruch des Unterarms ins Krankenhaus gebrachten worden war,  habe er mit den Tränen kämpfen müssen. "Es fiel mir später im Krankenhaus sehr schwer, vor meiner Frau und meiner Tochter stark zu sein. Wenn ich mich daran erinnere, geht es mir nicht gut", so der 27-Jährige.


In einem weiteren Statement auf Twitter erklärte Bartra, dass er nach der Attacke "mit viel mehr Stärke und Kraft" lebt. Demnach hat er aus dem schwierigen Erlebnis etwas Positives gemacht. "Der Anschlag konnte mich nicht fertig machen, also kann mich nichts fertig machen."

Neben Bartra sollte eigentlich auch Aubameyang heute seine Statements abgeben. Der Gabuner leidet derzeit jedoch an Fieber und konnte daher den Termin nicht einhalten. Der Grund, wieso ausgerechnet die beiden Spieler bereits heute befragt werden sollten, liegt darin, dass beide Profis mit einem Wechsel ins Ausland kokettieren und somit später eventuell nicht mehr vernommen werden können.


Einen Termin für die restlichen Befragungen der Spieler und Verantwortlichen der Borussen gibt es noch nicht. Der Täter hat bereits seine Tat gestanden, plädierte jedoch darauf, dass er die Bomben bewusst so konstruiert habe, dass niemand ernsthaft gefährdet werden konnte. Durch die Aussagen der Betroffenen will der Richter in Erfahrung bringen, wie sie den Anschlag erlebt haben.