Mit der Fertigstellung des neuen Nachwuchsleistungszentrums im Norden Münchens will der FC Bayern neue Maßstäbe setzen und künftig mehr und mehr Talente in den Profikader integrieren. Vereinspräsident Uli Hoeneß ist überzeugt, den richtigen Weg zu gehen.


Stolze 70 Millionen Euro ließ sich der deutsche Rekordmeister den Prachtbau im Norden Münchens kosten. Insgesamt acht Fußballfelder befinden sich auf dem circa 30 Hektar großen Gelände. Hier trainieren und spielen die Mannschaften U9 bis U19 sowie die Frauen- und Mädchen-Mannschaften des FCB. Vereinspräsident Uli Hoeneß sieht sich für die Zukunft gewappnet.

„Wir geben an allen Ecken und Enden Gas“, wird der Manager im kicker zitiert. Chefscout Marco Neppe wurde inzwischen der ehemalige Leverkusener Laurent Busser zur Seite gestellt. „Er wird uns im internationalen Scouting verstärken“, sagt Sportdirektor Hasan Salihamidzic. „Das ist ein weiterer guter Schritt.“ Mit jungen Spielern, die von anderen Vereinen geholt werden, soll in Zukunft gearbeitet werden. Aber auch eigene Rising-Stars werden in der Talentschmiede geformt.


Hermann Gerland und Jochen Sauer, die Jugendchefs, ordneten zudem ein Training pro Woche mehr für die Talente an. Es gebe Nachholbedarf in Sachen Fitness, heißt es. Hoeneß frohlockt über die Kommunikation zwischen Profis und Jugend: „Du musst an allen Ecken und Enden up to date sein. Hasan Salihamidzic macht es gut, Sauer ist gut. Das Konzept funktioniert.“ In München hofft man darauf, ​in den kommenden Jahren den nächsten David Alaba herauszubringen – eine Garantie gibt es dafür aber nicht.