Nach vier sieglosen Spielen in Serie findet sich die TSG Hoffenheim im Mittelfeld der Tabelle wieder. Zum zweiten Mal hintereinander setzte es für die Kraichgauer um Cheftrainer Julian Nagelsmann eine heftige Niederlage. Der Übungsleiter deckt eine Vielzahl an Unzulänglichkeiten auf.


Nachdem die Hoffenheimer bereits in der Vorwoche mit 1:4 gegen Leverkusen unter die Räder kamen, setzte es am vergangenen Wochenende mit dem 2:5 bei den Bayern erneut eine deftige Klatsche – ​und das nach einer 2:0-Führung der Kraichgauer. „Das nagt und nervt“, kommentierte Julian Nagelsmann laut kicker nach Spielende.

FC Bayern Muenchen v TSG 1899 Hoffenheim - Bundesliga

Hadert aktuell mit seiner Mannschaft: Julian Nagelsmann


Wie schon in Leverkusen waren es auch in München wieder schlampig zu Ende gespielte Angriffe, die weitere Torerfolge verhinderten. Neben dem möglichen 3:0 hätte es im Nachgang auch 3:2 zu Gunsten der Hoffenheimer stehen können. „Da müssen wir zum Abschluss kommen und ein drittes Tor machen“, konstatierte Nagelsmann genervt.


Doch nicht nur die Offensive war das Hoffenheimer Manko am vergangenen Wochenende. „Wir hatten eine schlampige Standardverteidigung. Es ist ärgerlich, wenn der Gegner ohne Druck zum Abschluss kommt“, fiel die weitere Analyse von Nagelsmann nicht positiv aus. Man könne gegen die Bayern Gegentore kriegen, aber „billige“ Standards sollten es laut dem Credo des Trainers „nicht sein, wenn du was holen willst.“


„Ich will jetzt nicht von Abstiegskampf reden“


Jerome Boateng nickte ungehindert zum 2:2 ein, vor dem 2:4 verlor Pavel Kaderabek seinen Gegenspieler Arturo Vidal aus den Augen. „Ich will jetzt nicht von Abstiegskampf reden, aber man muss auch nicht von Europa reden“, so Nagelsmann, der mit der TSG inzwischen auf Platz neun abgerutscht ist. „Wir sind aktuell in der Tabellenregion, in die wir vom Etat her hingehören. Aber es ist mehr drin.“


Die Spieler seien derzeit nicht alle auf einem Topnivau, moniert Nagelsmann. „Das ist einfach so.“ Im vergangenen Jahr seien viele Spieler am obersten Leistungslimit gewesen, fügt er an. „jetzt einige nicht. Wir müssen dieses Niveau wieder auf den Platz kriegen.“