​Bei Borussia Dortmund scheint man nichts gelernt zu haben. Nach der ewig währenden Posse um Pierre-Emerick Aubameyang wird heute berichtet, dass man sich beim BVB wohl mit Anthony Modeste beschäftigt, also einem Spieler, der sich erst im vergangenen Sommer mit seinen dubiosen Beratern nach China geekelt hat. 


Die Verantwortlichen des BVB wollen einfach nicht aus ihren Fehlern lernen und holen sich wohl den nächsten "faulen Apfel", um bei den Worten von Matthias Sammer zu bleiben, ins Nest. Nachdem der Abgang von Pierre-Emerick Aubameyang nun kurz bevor steht, will man laut dem kicker Anthony Modeste als Nachfolger des Gabuners an die Strobelallee holen. Genau der Modeste, der im Sommer trotz Vertrags in Köln unbedingt nach China wollte und mit seinen zwielichtigen Beratern ein Theater sondergleichen abzog.

Bereits in der Vergangenheit war der Revierklub anfällig für Spieler dieser "Klasse". Da war zum einen Vielträumer Henrikh Mkhitaryan, der sowohl von einem Engagement in Dortmund, Manchester als auch London träumte und bereits 2010 seinen Wechsel nach Donezk erzwang. Aki Watzke und Co. wurden von diesen Vorzeichen nicht abgeschreckt und machten den Armenier zum damals teuersten Neuzugang der Vereinsgeschichte. Nach drei Jahren beim BVB hatte Mkhitaryan - Wunder oh Wunder - keinen Bock mehr auf die Borussia und erzwang einen Wechsel zu Manchester United - "ein Traum", wie er selbst beschrieb. Immerhin bekam der Revierklub noch 42 Millionen Euro für den Fehltritt.

Im gleichen Sommer holte man sich Europas Supertalent Ousmane Dembélé ins Boot, der bei seinem alten Verein Stade Rennes bereits durch einen Trainingsstreik Aufmerksamkeit erregte. Aki Watzke und Co. wurden von diesen Vorzeichen nicht abgeschreckt und machten den Franzosen zum teuersten U21-Neuzugang der Vereinsgeschichte. Nach einem Jahr beim BVB hatte Dembélé - Wunder oh Wunder - keinen Bock mehr auf die Borussia und erzwang durch einen Trainingsstreik (kaum abzusehen) einen Wechsel zum FC Barcelona.

Pierre-Emerick Aubameyang, der zweimal hautnah miterlebte, wie man sich beim BVB aus einem Vertrag windet, probierte es nun auch einmal. Jahrelang liebäugelte der Gabuner mit einem Wechsel, doch im Winter 2018 packte er sich ein Herz und wollte seinen Wechsel durch zahlreiche Ausuferungen erzwingen. Mit Erfolg. 

Borussia Dortmund sollte künftig auf derlei Charaktere verzichten. Nicht immer ist ein solches Verhalten absehbar (Aubameyang hatte sich zuvor stets korrekt verhalten). Sollte allerdings nur das kleinste Anzeichen vorhanden sein, muss der BVB einfach Abstand von einem solchen Spieler nehmen. Wie z.B. im Fall von Anthony Modeste.