Von 2003 bis 2011 war Bernd Hoffmann bereits als Vorstandsvorsitzender des Hamburger SV aktiv. An seinem damaligen Aus hatte der Manager lange Zeit zu knabbern. Nun will er einen erneuten Anlauf wagen, bei den Rothosen nachhaltig etwas zu bewegen.


Auf der bevorstehenden Mitgliederversammlung der Hamburger ​am 18. Februar will Bernd Hoffmann zum ehrenamtlichen Präsidenten des eingetragenen Vereins gewählt werden. Der HSV ist am Boden, finanziell arg gebeutelt. Die sportliche Krise: schon seit Jahren anhaltend, schon fast Usus geworden.

Hamburger SV - Annual Meeting 2010

Bernd Hoffmann will beim HSV wieder etwas bewegen


Über 100 Millionen Euro Miese hat der Bundesliga-Dino inzwischen angehäuft. Die „Leidenschaft“ treibt Hoffmann an, wieder beim HSV einzusteigen, sagt er dem kicker. „Ich lebe seit 30 Jahren in Hamburg. Es lässt mich nicht kalt, was passiert. Ich spüre eine HSV-Müdigkeit in der Stadt, und das ist das Schlimmste, was passieren kann.“


Im Aufsichtsrat sieht der 55-Jährige konkret die Chance, beim HSV an wichtigen Stellschrauben zu drehen. Hoffmann will wieder Visionen einbringen. Wie damals, als er den Bundesliga-Dino unter die Top 20 Europas bringen wollte und in Deutschland die Chance auf den Titel des Bayernjägers sah. „Davon müssen wir natürlich nicht mehr fabulieren. Aber weshalb wir nicht einmal mehr von Mönchengladbach oder Schalke sprechen, verstehe ich nicht“, sagt Hofffmann.


„Ich will nicht um jeden Preis wieder ins Geschäft


Ein ganzes Jahr hatte er gebraucht, um sein damaliges Aus zu verarbeiten. „Das hat sich angefühlt, als hätte man mir den linken Arm abgehackt“, meint Hoffmann. Nun will der Hamburger mit frischer Motivation ans Werk gehen und ist überzeugt davon, „dass die Position des e.-V.-Präsidenten beim HSV eine der attraktivsten Managementaufgaben im deutschen Fußball ist“.


Hoffmann gilt nicht nur als einer, der den HSV geprägt hat, sondern auch als einer, der den HSV spaltet wie kein Zweiter. „Ich will nicht um jeden Preis wieder ins Geschäft und auch nicht für einen anderen Bundesligisten arbeiten“, so der vierfache Familienvater. Am 18. Februar wird Klarheit herrschen, ob Hoffmann nach über sieben Jahren sein Comeback bei seiner neuen alten Liebe geben darf.