​Der Auftritt von Borussia Dortmund am Samstag daheim gegen den SC Freiburg (2:2) hinterließ bei Fans und Verantwortlichen mal wieder viele Fragezeichen. Schien man sich unter Peter Stöger zunächst wieder stabilisiert zu haben, verfiel man gegen die Breisgauer in alte Muster. Zudem scheiterte der Österreicher mit seiner Rotation. Gonzalo Castro und Nuri Sahin nutzten ihre Chance nicht.


Als Peter Stöger das Amt von Peter Bosz übernahm, legte sich der Österreicher schnell auf eine erste Elf fest und rotierte nur wenig. Nach den beiden Auftaktremis zur Rückrunde sah sich der ehemalige Kölner wohl doch gezwungen, seine Startelf ein wenig umzustellen und brachte Gonzalo Castro und Nuri Sahin für Mario Götze und Julian Weigl. Ein Eigentor.



Castro war in der ersten Halbzeit der schwächste Spieler auf dem Platz und wurde folgerichtig von seinem Coach nach dem Seitenwechsel in der Kabine gelassen. Der Deutsch-Spanier reihte einen Fehlpass an den anderen. Dass seine Hereingabe letztlich das 1:0 einleitete war einzig dem Zufall geschuldet.


Nicht besser präsentierte sich Nuri Sahin. Zu Beginn der Saison noch mit etlichen Top-Leistungen, scheint der Türke längst wieder ins Loch der Vorsaison gefallen zu sein. Lediglich Rückpässe schien der Mittelfeldspieler im Repertoire zu haben. Einer von diesen vermeintlich sicheren Bällen landete dann aber doch mal beim Gegner und wurde von Nils Petersen zu einem Traumtor verwandelt.



Warum Stöger die zuletzt starken Götze und Weigl durch die beiden Krisen-Kicker ersetzte, weiß nur der Österreicher selbst. Vor allem Götze zählte in der Rückrunde zu den besten BVB-Akteuren, auch Weigl schien mit dem System-Stöger wieder besser zurecht zu kommen. Für Nuri Sahin und Gonzalo Castro könnte es für lange Zeit der letzte Auftritt in der BVB-Startelf gewesen sein. Vermissen wird man das Duo wohl erstmal nicht.