​Die 2:4-Niederlage hat von der Aufschwung-Stimmung in Bremen nicht viel weggenommen. Am Samstagabend sorgte viel mehr die vorgestrige Leistung das Gefühl, das Werder gegen Hertha BSC gewinnen wird. 


Und schon nach einer Minute erzielte fast der in den letzten Wochen formstarke Jerome Gondorf den 1:0-Führungstreffer. Außerhalb des Strafraums kam der Mittelfeldspieler nach einer Vorarbeit von Theodor Gebre Selassie zum Abschluss, traf aber nur den linken Pfosten.

SV Werder Bremen v Hertha BSC - Bundesliga

Fabian Lustenberger musste nach einem Ellenbogenschlag von Thomas Delaney ausgewechselt werden


In der 10. Minute, als ein intelligenter Schuss von Maximilian Eggestein im Tornetz des Gegners zappelte, freuten sich die Bremer zu früh. Schiedsrichter Bastian Dankert untersuchte an der Seitenlinie die Wiederholung der Szene vor dem Treffer und erkannte, dass Thomas Delaney im Kopfballduell mit Fabian Lustenberger seinen Schweizer Kontrahenten mit dem Ellenbogen am Kopf traf. Lustenberger musste aufgrund dieser Tätlichkeit sogar zehn Minuten später verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

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Davie Selke machte heute Abend lediglich mit einer unnötigen gelben Karte auf sich aufmerksam


Die restliche Halbzeit verlief zwar ohne weitere große Torchancen, doch die Bremer spielten wie erwartet spielbestimmend. In der zweiten Hälfte versuchte Hertha BSC, ebenfalls in dieser Partie etwas anzurichten.


Und nach 67. Minuten kam es zu einer gigantischen Chance, die Vedad Ibisevic kläglich vergab. Valentino Lazaro setzte sich auf der linken Außenbahn gegen Theodor Gebre Selassie fantastisch durch und gab den Ball in die Strafraum-Mitte, wo Ibisevic frei stand. Doch aus vielleicht vier Metern beförderte der Mittelstürmer die Kugel über die Latte und vergab somit die größte bisherige Möglichkeit der Partie. 


Verrückter wurde es bei der allerletzten Szene des Spiels. Aron Johansson flankte aus der rechten Seite auf Ishak Belfodil, der mit dem Kopf auf den im Strafraum freistehenden Ulatko Junuzovic vorlegte. Doch die direkte Abnahme des Werder-Kapitäns wurde von Jordan Torunarigha auf der Torlinie geklärt. Direkt danach erfolgte der Schlusspfiff.

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Werder-Trainer Florian Kohfeldt nach der letzten Szene des Spiels


So möchte man natürlich als Werder-Fan eine Partie nicht beenden, doch insgesamt ist das Ergebnis gerecht. Jordan Torunarigha geht als der klare Held des Abends vom Platz, nachdem er bereits im Verlaufe der Partie eine starke Leistung zeigte.