Borussia Dortmund kam auch im dritten Bundesliga-Spiel 2018 nicht über ein Unentschieden hinaus. Vor heimischer Kulisse trennte sich ein harmlos aufspielender BVB mit 2:2 vom SC Freiburg. Vom Dortmunder Publikum gab es für die maue Leistung Pfiffe, Roman Bürki und Michael Zorc platzte nach dem Spiel der jeweilige Kragen.


Quasi mit dem Schlusspfiff konnte sich Borussia Dortmund am heutigen Samstagnachmittag im heimischen Westfalenstadion ​einen Punkt gegen den SC Freiburg erkämpfen. Wie schon in den Vorwochen offenbarte das Team von Peter Stöger einen Mangel an Kreativität und Tempo in der Offensive, die Quittung gab es für den BVB von den Rängen, die das Spiel der Westfalen mit Pfiffen begleiteten.


"Ich muss einfach mal ehrlich sein: Manchmal habe ich das Gefühl, dass Ost- und Westtribüne sagen: Ach, schauen wir mal, was passiert und dann pfeifen wir die Leute aus", wetterte Torwart Roman Bürki nach dem Spiel an den Sky-Mikrofonen. Und wurde anschließend noch deutlicher: "Von diesen Tribünen kommt keine Unterstützung. Dann sollen sie lieber zu Hause bleiben. Die Spieler auszupfeifen, das ist bei so einer jungen Mannschaft nicht gut. Diese Menschen haben keine Ahnung vom Fußball."


Zorc tadelt Bürki: "Unangemessen"


Boom. Sollte jetzt auch noch die Harmonie zwischen Mannschaft und Fans beim BVB bröckeln? Sportdirektor Michael Zorc versuchte die Wogen nach dem polarisierenden Bürki-Interview zu glätten, nahm die Fans in Schutz und polterte scharf gegen den Schweizer Nationalkeeper: "Die Aussage ist unangemessen und inhaltlich falsch. Ich empfehle den Spielern, die 90 Minuten nochmal am Stück anzusehen, da müssen sie aufpassen, dass sie nicht selbst pfeifen."

Für Peter Stöger und Borussia Dortmund gibt es nach dem dritten sieglosen Spiel im Jahr 2018 also viel Verbesserungsbedarf; nicht nur, was die Punktausbeute angeht. Zumindest in der Personale Pierre-Emerick Aubameyang, an der sich die BVB-Gemüter in den vergangenen Tagen immer wieder entzündeten, scheint ​mehr oder weniger Planungssicherheit zu herrschen: "Entweder werden unsere Forderungen erfüllt, dann kann es noch einen Transfer geben. Oder aber, sie werden nicht erfüllt und Auba spielt bis zum Sommer in Dortmund. So ist es übrigens auch mit der Familie Aubameyang besprochen und akzeptiert."