Nach dem Verkauf von Philippe Coutinho an den FC Barcelona vor wenigen Wochen steht dem FC Liverpool viel Geld zur Verfügung. Wie Jürgen Klopp allerdings dem britischen Telegraph verriet, ist eine Reinvestition der Einnahmen in dieser Transferperiode eher unwahrscheinlich.

Etwa 160 Millionen Euro nahm der FC Liverpool für Philippe Coutinho ein. Der Verkauf des brasilianischen Offensivspielers entwickelte sich zum zweitteuersten Transfer der Geschichte, lediglich Neymar spülte dem FC Barcelona im Sommer beim Theater um den 222 Millionen Euro Transfer mehr Geld in die Kassen. Bereits zuvor verpflichteten die 'Reds' Jürgen Klopps Wunschspieler Virgil van Dijk vom FC Southampton für 84,5 Millionen Euro, doch neue Spieler werden wohl erst wieder im Sommer kommen.

"Das ist nicht sehr wahrscheinlich", antwortete Klopp auf die Frage, ob noch in den kommenden Tagen ein Neuzugang vorgestellt werden würde. Man beobachte den Markt ohnehin ständig, so Klopp. "Mein iPad ist voll von Spielern aus der gesamten Welt. Aber unsere Situation ist immer dieselbe." Was der 50-Jährige damit meint: "Wir schauen uns das ganze Jahr um. Also wieso sollte ich damit aufhören, nur weil bald der 31. ist?"

Swansea City v Liverpool - Premier League

        Aller Voraussicht nach der einzige Winter-Neuzugang der 'Reds': Abwehrspieler                                                                   Virgil van Dijk

"Wir machen das die ganze Zeit", so Klopp erneut. "Die einzige Sache ist: Falls wir eine Entscheidung treffen, gilt sie dann für jetzt oder für den Sommer?" Dies sei "der einzige Unterschied."

Ohnehin fokussiert sich der 50-Jährige lieber auf das aktuelle sportliche Geschehen. Nach der 0:1 Niederlage gegen den Tabellenletzten aus Swansea wurde wieder die Kritik laut, dass der FC Liverpool zwar gegen große Mannschaften auftrumpfen könne, gegen vermeintlich schwächere Gegner jedoch zu oft verliere. "Es ist lange her seit es passiert ist, aber es ist bereits davor passiert", sagte Klopp über das enttäuschende Resultat in der Premier League. "Wenn wir zwischen diesen Spielen die Lücke vergrößern können, würde das natürlich eine Menge helfen. Ich wollte es nicht, es hat sich unnötig angefühlt. Bei allem Respekt für Swansea, sie hatten nicht viele Chancen. Falls sie - abgesehen vom Tor - überhaupt welche hatten."


​Allerdings haderte er auch mit der eigenen Mannschaft: "Wir haben ein durchschnittliches Spiel gemacht, aber wir hatten große Chancen." Die Partie gegen die Waliser sei einfach "anders" gewesen als gegen Manchester City, das man mit 4:3 bezwingen konnte.


​​​Am kommenden Dienstag reist der FC Liverpool zu Aufsteiger Huddersfield Town. Das direkte Duell gegen den Trainerkollegen und Freund David Wagner ist für Jürgen Klopp die letzte Partie, ehe das Transferfenster schließt. Sollte bis dahin tatsächlich niemand neues an der Anfield Road eintreffen, wird also das Warten auf Naby Keita eingeläutet, der im Sommer von RB Leipzig nach Liverpool wechseln wird.