​Dem belgischen Rekordmeister RSC Anderlecht droht nach dem Champions-League-Spiel in der Gruppenphase gegen den Bundesliga-Rekordmeister FC Bayern München eine Strafe. Weil die Ticketpreise für die Partie für die Münchner Fans beim Auswärtsspiel derart überteuert waren, hat die UEFA ein Verfahren eingeleitet. Die Preise für das vergleichsweise unwichtige Gruppenspiel lagen bei etwa 100 Euro.


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Beim Champions-League-Duell der beiden Landesvertreter hatten die angereisten Bayern-Fans mit einer Protest-Aktion auf die teuren Ticketpreise aufmerksam gemacht und unter anderem Banner mit der Aufschrift "Kriegt ihr den Hals nicht voll? 100?" hochgehalten. Zudem warfen einige Anhänger des Bundesliga-Rekordmeisters mit Falschgeld. 

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Die Bayern-Fans protestierten beim Champions-League-Spiel in Anderlecht mit einem Banner gegen die überteuerten Preise für Auswärtstickets



Wie der kicker berichtet, erwartet den belgischen Topklub RSC Anderlecht nun eine Strafe für die überzogenen Ticketpreise. ​Nachdem die UEFA zunächst dem FCB für das Verhalten seiner Fans eine Strafe in Höhe von 20.000 Euro ausgesprochen hatte, wurde nun auch ein Verfahren gegen die Belgier eingeleitet. Grund ist laut der Organisation ein Regelverstoß gegen das Sicherheitsreglement und dessen Artikel 19, der da lautet wie folgt: "Sofern die betroffenen Verbände bzw. Vereine keine anderen Vereinbarungen getroffen haben, dürfen die Preise für Eintrittskarten der Anhänger der Gastmannschaft nicht höher sein als jede für Karten einer vergleichbaren Kategorie, die den Anhängern der Heimmannschaft verkauft werden."


Eine Kontroll- und Disziplinarkammer soll sich am 2. Februar mit dem Fall befassen und über eine Sanktionierung verhandeln. Auch der portugiesische Topklub FC Porto und Spanien-Vertreter FC Sevilla hatten in der Vergangenheit für Aufsehen gesorgt, als sie Ticketpreise in der Königsklasse für überzogene Preise veräußerten. Ob es auch in diesen beiden Fällen zu einer Strafe kommt, ist allerdings noch unklar.