In Köln glaubt man nach drei Siegen in Folge wieder an das "Wunder Klassenerhalt". Vincent Koziello will seinen Teil dazu beitragen. Der Winter-Neuzugang aus Frankreich ist der Wunschspieler von Sportchef Armin Veh. Am Samstag gegen Augsburg winkt das Bundesliga-Debüt.


Seit zehn Tagen ist Vincent Koziello in Köln - die Sprache der Zeit hat der nur 1,68 Meter große Franzose aber sofort verinnerlicht. "Ich glaube fest daran und will helfen, das Wunder Klassenerhalt zu schaffen", sagte der 22 Jahre alte Franzose im Gespräch mit dem Express.


Um den FC war schon vor seinem Wechsel aus Nizza die Euphorie entfacht. Spätestens nach dem Erfolg in Hamburg, dem dritten Sieg in Serie, glaubt die ganze Stadt wieder an das "Wunder Klassenerhalt". Koziello will und soll dabei mithelfen. Der zentrale Mittelfeldmann war der erklärte Wunschspieler des neuen Sportchefs Armin Veh. Mit seiner aggressiven Spielweise und Qualitäten im Passspiel soll der ehemalige französische U21-Nationalspieler den Kölnern im Abstiegskampf sofort weiterhelfen.

Bei seinem ersten Bundesligaspiel gegen den HSV schaute sich Koziello das Geschehen noch von der Bank aus an. ​Am Samstag gegen Augsburg (15.30 Uhr) ist er zumindest ​eine Option als Einwechselspieler bei seiner Heimspiel-Premiere. In seinen ersten Tagen in Deutschland hat der 22-Jährige schon einen deutlichen Unterschied erkannt: "In Frankreich hat man auf dem Platz mehr Zeit, hier wird mehr gelaufen. Das passt zu mir. Ich bin einer, der den Gegner anläuft und Druck macht", so Koziello. 


Koziello beim ersten Blick auf die Tabelle: "Scheiße!"


Kölns Winter-Neuzugang sprüht jedenfalls vor Tatendrang. Auch die prekäre Lage seines neuen Arbeitgebers hat ihn dabei nicht abgeschreckt, auch wenn er zunächst von der Tabellensituation der Kölner erschrocken war. "Das erste, was ich dachte, war: Scheiße! Aber dann habe ich mich mit dem Klub beschäftigt. Es ist ein großer Verein in Deutschland. Der FC hatte einen schlechten Start in die Saison, aber das hatte eben auch seine Gründe, viele Spieler waren verletzt. Vor allem ist Köln für mich eine neue Herausforderung", befand der Franzose.


Bei den 'Geißböcken' hat Koziello einen Vertrag bis 2022 unterschrieben, der auch für die zweite Liga gültig ist. "Das ist Teil des Deals. Ich glaube aber daran, dass wir es schaffen. Wir haben den Willen, das habe ich sofort gemerkt. Und wenn wir es nicht schaffen sollten, kann es auch eine Chance sein, diesen Weg mitzugestalten und dabei eine Rolle zu übernehmen", erklärte der 22-Jährige. 


Warum er vom Tabellensechsten der Ligue 1 zum Schlusslicht der Bundesliga gewechselt ist, erläuterte er ebenfalls: "Ich wollte mich aus mehreren Gründen verändern. Zum einen möchte ich natürlich mehr spielen, als die letzten sechs Monate. Zum anderen möchte ich zukünftig noch mehr Verantwortung übernehmen. Außerdem wollte ich gerne ein neues Land und eine neue Liga kennenlernen." Dass er sich am Ende für Köln entschied, habe zum einen daran gelegen, dass der Klub ihn unbedingt haben wollte, aber auch an seinem ersten Erlebnis im Rheinenergiestadion. "Nach dem Spiel gegen Gladbach war für mich klar, dass ich diesen Wechsel möchte", verriet Koziello.


Mit dem Sieg gegen den Erzrivalen kehrte der Glaube an das "Wunder Klassenerhalt" in Köln zurück - Koziello möchte ein bestimmender Teil davon werden.