Nach dem Wechsel von Alexis Sánchez zu Manchester United haben sich die Trainer der involvierten Vereine hinreichend zu dieser Thematik geäußert. Nun kommen wohl die Spieler an die Reihe: wie die britische Zeitung Telegraph berichtet, könnte es nun eine erste Stimme aus dem Kader des FC Arsenal geben, die offenbart, dass nicht jeder bei den 'Gunners' über den Abschied des Chilenen unglücklich ist.


Das erste Spiel für die Londoner ohne Alexis Sánchez war eines ihrer besten: im Halbfinale des Ligapokals besiegten die 'Gunners' den FC Chelsea und werden im Finale nun auf Manchester City treffen. ​Beim 2:1-Erfolg im London-Derby stand auch ein Mann in der Startelf, der nun medial für Aufmerksamkeit sorgte: Mohamed Elneny. Der 25-jährige ägyptische Mittelfeldspieler wurde von Wenger im Mittelfeld aufgeboten.


Dieser veröffentlichte nach dem Sieg einen obligatorischen Sieger-Post via Twitter, der, bei genauem Hinschauen, nicht mehr ganz so obligatorisch sein könnte. Viele Fans beziehen die getätigten Aussagen nämlich auf einen Spieler, der im Hinspiel der besagten Ligapokal-Partie noch 24 Minuten für die 'Gunners' zum Einsatz kam: Alexis Sánchez.

Der Ägypter schrieb nämlich: "Jetzt gibt es Spieler, die jede Minute für das Logo und die Fans kämpfen." Ob Elneny damit wirklich auf Alexis Sánchez anspielen wollte, oder ob sein Tweet nur auf sein schlechtes Englisch zurückzuführen ist, ist nicht überliefert.


Dabei würde es wohl nicht überraschen, wenn nach dem Abgang des Chilenen eine verbesserte Stimmung in der Umkleidekabine des FC Arsenal herrscht. In den Medien waren bereits die fehlenden Abschiedsnachrichten in den sozialen Medien in Richtung Sánchez angemerkt worden, die sonst auch obligatorisch sind. ​​Thierry Henry war bereits aufgefallen, dass nicht alle Spieler nach einem Torerfolg des chilenischen Angreifers mit diesem jubeln wollten.


Sánchez selbst betonte seinen Einsatz, immer 100 % bis zum letzten Tag gegeben zu haben, auch Wenger hob dessen Professionalität in der Öffentlichkeit hervor. Ob sich Sánchez mit seiner verweigerten Vertragsverlängerung und der damit verbundenen Unsicherheit über seine Zukunft Freunde im Kader gemacht hat, darf, auch aufgrund des besagten Tweets, bezweifelt werden.