​Das Kribbeln in Frankfurt ist förmlich zu greifen. Die Eintracht kann am Freitagabend mit einem Heimsieg über Borussia Mönchengladbach auf Rang zwei springen. Es gibt gute Gründe, warum sich die Eintracht-Anhänger große Hoffnungen machen dürfen - trotz der bislang mageren Bilanz im eigenen Stadion.


Der 20. Bundesliga-Spieltag wird am Freitagabend mit dem ​Verfolgerduell zwischen Eintracht Frankfurt auf Rang sieben und Borussia Mönchenglabach auf Platz fünf eröffnet (20.30 Uhr). Beide Teams haben, zumindest über Nacht, die Chance auf Position zwei zu klettern. Es zeigt, wie eng die Tabellenkonstellation hinter Spitzenreiter Bayern ist.


Die Eintracht will dabei ihre schlechte Heimbilanz aufpolieren. Nur zwei Siege und insgesamt neun Punkte holten die Frankfurter bislang in der heimischen Arena. In der Heimtabelle liegen die Hessen damit auf Relegationsplatz 16. Dank der starken Bilanz auf fremden Plätzen ist das Team von Niko Kovac aber nah dran an den europäischen Plätzen. 21 Punkte nahm Frankfurt auswärts schon mit - die beste Bilanz hinter den Bayern.


Gut für die Eintracht, dass das Heimspiel gegen die 'Fohlen' am Freitagabend stattfindet. Wenn das Flutlicht angeht, stehen die Aussichten auf Erfolg nämlich bestens. Seit zehn Spielen sind die Frankfurter Freitags ungeschlagen, die letzte Niederlage datiert vom zwölften Dezember 2014 beim 2:3 gegen Hoffenheim. Unter ​Niko Kovac  gab es bislang vier Remis und drei Siege. 


Der Kroate weiß um die außergewöhnliche Statistik: "Für mich waren früher als Aktiver die Abendspiele immer die schönsten. Wenn das Flutlicht angeht, wenn du genug Zeit hast, dich vorzubereiten. Es gibt ja die Nachteulen. Ich glaube, dass Fußballer abends die bessere Leistung bringen als um halb vier. Auch die Fans merken: es knistert anders. Ich freue mich jedenfalls drauf, denn es stimmt, diese Spiele liegen uns.“ 

Beste Vorzeichen also, um die magere Heim-Ausbeute zu verbessern und zum ersten Mal seit 2012 wieder auf Rang zwei in der Tabelle vorzustoßen. Ein Selbstläufer wird die Partie gegen Gladbach aber nicht. Zum einen, weil man "nicht einfach einen Schalter umlegen" könne, wie es Kovac ausdrückte, zum anderen, weil mit den 'Fohlen' ein starkes Team in die Commerzbank-Arena kommt.

"Generell ist Gladbach ein Team, das vor allem im Umschaltspiel richtig gut ist", analysierte Kovac. Der Eintracht-Coach erwarte deshalb "einen offenen Schlagabtausch".

Ob es am Ende für den Sprung auf Platz zwei reicht, ist für Kovac im wahrsten Sinne des Wortes zweitrangig. "Es ist wahr, wir wären Zweiter. Aber die Tabelle ist nicht wichtig, zumal von Platz zwei bis Freiburg auf Platz zwölf nur acht Punkte liegen. Wir wollen einfach gut und attraktiv spielen und natürlich gewinnen, um uns weiter von unten abzusetzen“, trat er auf der Pressekonferenz auf die Euphorie-Bremse.


Bei einem Sieg unter dem Erfolg versprechenden Flutlicht könnte aber wohl auch Kovac die Eintracht-Träume von Europa nicht mehr klein reden. Das Hinspiel gewann Frankfurt übrigens mit 1:0 - die Partie am dritten Spieltag fand an einem Samstag statt.