Für das ​Pokal-Aus gegen Leganés musste sich ​Real-Coach Zinédine Zidane bereits rechtfertigen. Unter anderem auch dafür, dass mit Raphael Varane, Keylor Navas, Daniel Carvajal, Casemiro und Luka Modric nur fünf 'echte' Stammspieler auf der Bank der 'Königlichen' saßen, die der Franzose hätte einwechseln können. Dabei mangelte es auch an einer offensivstarken Angriffsreihe. Die spanische Zeitung AS enthüllte nun, warum Zidane beispielsweise nicht auf Gareth Bale setzte.


Der walisische Flügelstürmer, in dieser Spielzeit trotz Verletzungen der torgefährlichste Offensiv-Star des 'BBC'-Trios (17 Einsätze, neun Tore, fünf Vorlagen), stand für das Rückspiel im Viertelfinale des spanischen Pokals nicht einmal im Kader. Der 28-Jährige hatte insgesamt 89 Minuten im Wettbewerb für Real absolviert. Dies entsprach zwei Einsätzen, einem Tor und einer Vorlage. Neben Bale war beispielsweise auch Cristiano Ronaldo geschont worden, der die Spielzeit 17/18 ohne jegliche Einsatzminuten im spanischen Pokal abschließen wird.


Zumindest im Falle des Ex-Tottenham-Stars soll dies allerdings berechtigte Gründe haben. Bale verpasste bisher 36 % aller Partien von Real Madrid aufgrund von Verletzungen. 19 Blessuren haben sich bislang angehäuft, die den Flügelflitzer insgesamt 75 Partien von Real verpassen ließen. Auch in dieser Saison setzte ihn ein Muskelfaserriss im Adduktorenbereich außer Gefecht; neben den Wadenproblemen, unter denen Bale litt.

Real Madrid CF v Sporting Clube de Portugal - UEFA Champions League

Die Verletzungen des Gareth Bale: für Zidane eine Folge der hohen Belastung


Zidane brachte dies zur Schlussfolgerung, dass die Anzahl der vielen Partien für die Verletzungen verantwortlich sei, die Bale, bzw. die die erfolgreichen Stars der 'Königlichen' standesgemäß absolvieren müssen. Bale war häufig dazu gezwungen, mindestens zwei Mal pro Woche zu spielen. 


Diese Erkenntnis sei sowohl für den Spieler, als auch für den Klub bitter gewesen, heißt es. Die einzige Art und Weise, den Spieler zu beschützen und seinen wertvollen Charakter für die Mannschaft zu bewahren, sieht es vor, dass Bale nicht mehr als einmal pro Woche aufläuft. Diesen Plan verfolgt Zidane nun, seitdem das Team von der FIFA-Klubweltmeisterschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten siegreich zurückkehrte.


Doch anstatt dies Bale in den Ruin treiben würde, könnte es nach dem enttäuschenden Pokal-Aus dem französischen Chef-Coach den Job kosten, wie die spanische Zeitung letzten Endes anmerkte.