​Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat für die Verpflichtung von Leon Goretzka ein interessantes Argument gefunden, das den Wechsel gegenüber der kompletten Liga rechtfertigen soll.


Goretzka stand in den vergangenen Monaten nicht nur im Blickfeld des FC Bayern München, sondern auch des FC Liverpool, Manchester United und FC Barcelona. Die Katalanen galten lange sogar als Favoriten auf eine Verpflichtung.


Und dass Rummenigge mit der Verpflichtung Goretzkas Barcelona zuvorkam, sieht er als Wohltat für den deutschen Fußball. "Wenn wir Leon nicht verpflichtet hätten, wäre er mit großer Wahrscheinlichkeit zum FC Barcelona gewechselt. Das kann, ganz grundsätzlich, nicht im Interesse des deutschen Fußballs sein", sagte der Bayern-Boss im Stadionmagazin des deutschen Rekordmeister. 

"Ich darf den DFL-Geschäftsführer Christian Seifert zitieren, der gerade eine interessante Statistik präsentiert hat: Beim WM-Finale 2014 standen noch neun Spieler aus der Bundesliga in der Startformation von Joachim Löw. Beim Freundschaftsspiel zuletzt gegen Frankreich waren es nur noch vier. Deshalb sind wir umso glücklicher, dass wir Leon überzeugen konnten, von Sommer an für den FC Bayern München zu spielen - und damit weiterhin in der Bundesliga", sagte Rummenigge weiter.


Im kommenden Sommer wird Goretzka ablösefrei zum FC Bayern München wechseln, nachdem er beim FC Schalke 04 zum DFB-Star avancierte. In der nächsten Saison dürfte jedoch auf den Mittelfeldspieler ein harter Konkurrenzkampf warten, da bei seinem zukünftigen Klub auf seiner Position etliche Spieler zur Verfügung stehen.