Am vergangenen Wochenende sorgte Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies mit seinen Aussagen zum Abgang von Leon Goretzka für Aufsehen. Die Sport Bild kennt angeblich die Gründe dafür, warum der 61-Jährige so emotional auf den Wechsel zum FC Bayern München reagiert hat.


Nicht nur die Fans der Königsblauen, sondern auch Tönnies hat gehofft, dass sich Goretzka für einen Verbleib in Gelsenkirchen entscheidet. Nach der Bekanntgabe des Wechsels zum deutschen Rekordmeister saß die Enttäuschung im Schalker Lager verständlicherweise tief. "Meine erste Reaktion war: Das Trikot von Schalke 04 solltest du nie mehr tragen", sagte Tönnies als Studiogast bei Wontorra - der Fußball-Talk. "Wenn es für die Mannschaft besser ist, dann kann es auch sein, dass Leon bis zum Ende der Saison​ auf der Tribüne sitzt.

Diese Aussagen haben dem Aufsichtsratsvorsitzenden von vielen Seiten Kritik eingebracht. Stefan Effenberg bezeichnete die Aktion in seiner Kolumne für t-online.de als "NoGo". Damit habe Tönnies "noch brutal Öl ins Feuer gegossen. (...) Vielleicht spielt da auch eine verletzte Eitelkeit eine Rolle". Mit seiner Vermutung scheint Effenberg voll ins Schwarze getroffen zu haben. Wie die Sport Bild berichtet, fühlt sich der Schalke-Boss persönlich getroffen. Grund dafür ist angeblich ein Treffen am 15. Januar, bei dem neben Tönnies auch Manager Christian Heidel sowie Goretzka und dessen Berater Jörg Neubauer anwesend waren. 

FC Schalke 04 v Hannover 96 - Bundesliga

Leon Goretzka wurde am letzten Spieltag von den Schalker Fans ausgepfiffen


Nachdem den beiden Schalker Funktionären mitgeteilt wurde, dass der Mittelfeldspieler zu einem Wechsel nach München tendiere, sollen diese alles versucht haben, um den Nationalspieler von einem Verbleib zu überzeugen. Tönnies und Heidel haben unter anderem das Argument hervorgebracht, dass es für Schalke 04 sportlich zuletzt wieder bergauf ging. Dem Bericht zufolge habe Goretzka nachdenklich reagiert. Dies soll Tönnies große Hoffnungen auf einen Verbleib des 22-Jährigen gemacht haben. Zwei Tage später kam die Nachricht, dass der Nationalspieler sich für ​einen Wechsel zum FC Bayern entschieden hat.