​Im Sommer 1988 verließ Olaf Thon den FC Schalke 04 und wechselte zum FC Bayern München. 30 Jahre später schlägt Leon Goretzka den gleichen Weg wie die Schalker Vereinslegende ein. Der Weltmeister von 1990 ist zwar enttäuscht über den Abgang des Nationalspielers, kann die Entscheidung jedoch nachvollziehen.


"Er will natürlich bei der WM eine große Rolle spielen und in Zukunft Titel gewinnen. Das ist mit dem FC Bayern natürlich einfacher zu gestalten als mit Schalke 04", erklärte Thon in einem Interview mit dem kicker. "Man kann es verstehen", sagte der 51-Jährige, bei dem jedoch auch eine gewisse Enttäuschung mitschwingt. "Es ist einfach schade, dass Leon Goretzka Schalke nicht mehr weiter als Identifikationsfigur verkörpern wird", betonte Thon im ​Eurosport-Interview. "Das haben wir uns alle gewünscht und dementsprechend groß ist die Enttäuschung." 

Hertha BSC v FC Schalke 04 - Bundesliga

Ab dem 1. Juli steht Leon Goretzka beim FC Bayern München unter Vertrag


​Besonders groß ist der Unmut bei den Schalker Fans, von denen Goretzka am letzten Spieltag mit Pfiffen bedacht wurde. "Ich glaube die Pfiffe und der Gegenwind werden ihn stählen", gab der ehemalige Schalke-Profi zu Protokoll. Der Weltmeister weiß, was den 22-Jährigen beim deutschen Rekordmeister erwartet: "Der Konkurrenzkampf ist wahnsinnig groß, Bayern ist einer der besten Klubs der Welt." Dennoch ist Thon davon überzeugt, "dass er sich bei Bayern durchsetzt."


Müller freut sich auf Goretzka


Nationalmannschaftskollege Thomas Müller freut sich darüber, dass er ab dem kommenden Sommer auch beim FC Bayern mit Goretzka zusammenspielt. "Er ist ein exzellenter Fußballer, der auch ein guter Typ ist", ließ der Weltmeister gegenüber Sky verlauten. Von der Spielweise sei der 22-Jährige ein Akteur, "den man mögen kann", so Müller, der von den Stärken des Neuzugangs schwärmte: "Er ist lauffreudig und überzeugt mit seiner Technik und Athletik." Der FC Bayern habe mit dem Transfer "alles richtig gemacht".