Die Transferperiode beim BVB wird von den Namen Schürrle, Aubameyang und Akanji dominiert. Dass Marc Bartra die Freigabe für einen Wechsel erhalten hat, um im Hinblick auf die WM genug Spielpraxis zu bekommen, ​ist ein wenig untergegangen. Interessenten für den Spanier gibt es allerdings zur Genüge - jetzt wohl auch Juventus Turin.


Laut einem Bericht von Tuttosport hat der italienische Rekordmeister ein Auge auf den Innenverteidiger aus Barcas Nachwuchsakademie 'La Masia' geworfen. Trotz seiner 27 Jahre wäre er für die Defensive der Italiener eine Art Frischzellenkur. Mit Daniele Rugani steht nur ein Innenverteidiger unter 30 dauerhaft bei den 'Bianconeri' unter Vertrag, die Leihe von Benedikt Höwedes wird wohl nicht in ein festes Engagement umgewandelt. Spätestens ab Sommer ist also ein Platz in der Abwehr der alten Dame frei, es könnte allerdings auch schneller gehen.


Kein Wechsel, keine WM?


Seit dem Trainerwechsel kommt Bartra in Dortmund nicht mehr zum Zug. An der Seite von Sokratis hat sich unter Peter Stöger der ehemalige Leverkusener Ömer Toprak etabliert, auch Winterneuzugang Akanji steht in der internen Hierarchie mittlerweile vor dem Spanier. Würde er an der Strobelallee bleiben, wäre die Aussicht auf Einsätze also eher gering - und genau das kann man sich als Nationalspieler in einem WM-Jahr kaum leisten.


Es scheint also nicht unwahrscheinlich, dass Bartras Zeit beim BVB schon nach eineinhalb Jahren wieder zu Ende geht. In dieser Zeit hat er sowohl den Sprengstoffanschlag, bei dem er als Einziger körperliche Schäden davontrug, als auch den Pokalsieg in Berlin erlebt - einen Platz in den Geschichtsbüchern hat er also auf jeden Fall sicher.