​Beim FC Bayern München hatte die lange Suche nach einem geeigneten Backup für Robert Lewandowski kurz vor Weihnachten ein Ende. Mit Hoffenheims Sandro Wagner ​kehrte in der Winterpause ​ein bekanntes Gesicht an die Säbener Straße zurück. Die Meinung vieler, wonach der Wechsel zum deutschen Rekordmeister die Chancen auf eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Russland schmälern würde, teilt der Mittelstürmer nicht. 


"Meine Chancen stehen besser denn je. Sonst hätte ich ja in Hoffenheim bleiben oder zu einem anderen Verein wechseln können", erklärte Wagner im Interview mit der Sport Bild. "Anfragen gab es genug im Winter." Dennoch entschied sich der 30-Jährige für einen Wechsel zu dem Verein, wo er einst ausgebildet wurde. "Ich stehe zu 100 Prozent zu dieser Entscheidung, auch wenn ich weiß, dass es schwieriger wird mit meinen Einsatzzeiten", gab der gebürtige Münchner zu Protokoll. An den vergangenen beiden Spieltagen kam der Angreifer jeweils als Einwechselspieler zum Zug. 

FC Bayern Muenchen v SV Werder Bremen - Bundesliga

Sandro Wagner (l.) kommt für Robert Lewandowski in die Partie



Wagner bleibt trotz der geringeren Einsatzzeiten gelassen. "Löw hat mir Anfang November gesagt, dass es kein Problem ist, wenn ich mal zwei, drei Wochen nicht spiele", betonte der siebenmalige Nationalspieler. Der Bundestrainer habe ihm bestätigt, "dass er auf jeden Fall einen großen Stürmer mit zur WM nehmen wird". Neben Wagner wäre Mario Gomez ein Kandidat, der dieses Kriterium erfüllen würde. 


Der Rückkehrer gibt sich im Kampf um die WM-Tickets gewohnt selbstbewusst. "Ich habe im letzten Jahr bei der Nationalmannschaft immer gute Leistungen gebracht und die meisten WM-Qualifikations-Tore erzielt", stellte Wagner klar. "Ich bleibe daher dabei, dass ich aktuell der beste deutsche Stürmer bin."