Ex-Profi Bernd Hollerbach ist seit Wochenanfang offiziell neuer Cheftrainer des Hamburger SV. Der gelernte Metzger soll die Rothosen vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga bewahren. Was man bisher nicht wusste: Schon im November war der Mittelfranke Thema an der Elbe.


Markus Gisdol wurde nach der 2:0-Niederlage gegen Köln von seinen Aufgaben als Hamburger Cheftrainer mit sofortiger Wirkung entbunden. Am Montag präsentierte der HSV auf einer Pressekonferenz ​den ehemaligen Spieler Bernd Hollerbach als Nachfolger. Der 48-Jährige wurde offenbar schon vor Monaten am Volkspark gehandelt.


Nach Informationen der Sport Bild war im Herbst ein Trainerwechsel thematisiert worden. Anfang November soll bereits der Name Hollerbach in Gesprächen zwischen Aufsichtsrat und Vorstand gefallen sein, heißt es. Zudem habe man sich mit dem ehemaligen HSV-Profi mehrmals in einem Hamburger Lokal getroffen.

Hamburger SV Unveils New Signing Head Coach Bernd Hollerbach

Soll die Kohlen aus dem Feuer holen: Bernd Hollerbach


Gisdol, mittlerweile entlassen, ließ mit zwei Siegen nochmals Hoffnung aufkeimen. Am 4. November gab es ein 3:1 gegen Stuttgart und im folgenden Heimspiel ein 3:0 gegen Hoffenheim. Innerhalb der Gremien reiften wieder die Überlegungen, unter Gisdol die entscheidende Wende doch noch herbeiführen zu können.


Doch weit gefehlt: ​Aus den letzten sechs Spielen unter der Ägide Gisdols setzte es vier Niederlagen in Folge und zwei Unentschieden. Sollte der HSV in die 2. Bundesliga absteigen, muss auch Vereinsboss Heribert Bruchhagen um seinen Job bangen. Der Manager: „Für mich kann ich sagen: Ich hatte geglaubt, dass wir weiter seien. Ich hatte die Mannschaft nach der vergangenen Rückrunde (25 Punkte; Anm. d. Red.) anders eingeschätzt.“