​Ondrej Duda hatte zum Ende der Hinrunde unter Pal Dardai einen schweren Stand. Vor dem Spiel gegen den BVB lobte der Hertha-Coach die Trainingsleistungen seines Spielgestalters ausdrücklich und deutete einen Platz in der Startelf an. 


Hertha-Coach Pal Dardai gilt als "harter Hund", der seinen Spielern offen und direkt entgegentritt. Im Grunde führt er seine Qualitäten als Spieler an der Seitenlinie fort. Der ehemalige defensive Mittelfeldspieler war früher auf dem Platz schon ein Arbeitstier und unermüdlicher Zweikämpfer.


Seine direkte Art bekommen die Profis der Hertha regelmäßig zu spüren. Das gefallene Mega-Talent Sinan Kurt wurde vom Ungarn schon mehrfach öffentlich angegangen. Und auch bei ​Ondrej Duda forderte Dardai Anfang Dezember "eine Leistungsexplosion". Doch Dardai kritisiert nicht nur hart, sondern lobt seine Spieler bei guten Leistungen genauso. 


Eben jener Duda durfte sich vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund am Freitagabend (20.30 Uhr) über ein solches freuen und scheint der Forderung seines Trainers nachkommen zu wollen. "So habe ich ihn im Training schon lange nicht mehr gesehen. Seine Leichtfüßigkeit und Dynamik sieht besser aus als zuletzt. Vielleicht spielen wir mit ihm als Zehner", wurde Dardai in einem Tweet von 'Hertha Base 1892' zitiert.

Nachdem Dardai über weite Strecken der Hinrunde auf eine Doppelspitze mit Davie Selke und Kapitän Vedad Ibisevic umgestellt hatte, war der Ungar am 15. Spieltag wieder zum gewohnten 4-2-3-1-System mit nur einer echten Spitze zurückgekehrt. Gegen den BVB kann sich Duda nun gute Chancen ausrechnen, hinter dem Mittelstürmer als Spielgestalter agieren zu dürfen.


Bei der 0:1-Schlappe in Stuttgart zum Rückrundenauftakt bot Dardai Routinier Salomon Kalou hinter Stoßstürmer Selke auf. Duda kam erst vier Minuten vor Schluss für Valentino Lazaro in die Partie, konnte an der Niederlage aber nichts mehr ändern. Gegen den BVB winkt dem 14-fachen slowakischen Nationalspieler die Startelf.


Duda darf auf neue Chance hoffen


Der 23-Jährige hat seit seinem Wechsel von Legia Warschau in die Hauptstadt im Sommer 2016 noch nicht überzeugen können. 4,2 Millionen Euro Ablöse zahlte die Hertha damals und stattete Duda mit einem Vertrag bis 2021 aus. Wegen Problemen an der Patellasehne und eines Muskelfaserisses kam er in seiner Debüt-Saison allerdings zu lediglich drei Joker-Einsätzen in der Bundesliga. 


In diesem Jahr konnte er die Hoffnungen ebenfalls noch nicht erfüllen. ​Sechsmal stand der technisch versierte offensive Mittelfeldspieler zu Beginn der Bundesliga in der Startelf - es folgten vom 10. bis zum 17. Spieltag acht Partien, bei denen der Slowake ohne Einsatz blieb. Viermal in Serie wurde er dabei nicht einmal mehr in das Aufgebot berufen.


Am Freitag könnte Duda seine nächste Bewährungschance erhalten und endlich die in ihn gesetzten Hoffnungen erfüllen.