​Bei der Copa America hat Chile das Wunder vollbracht und zum zweiten Mal in Folge die Trophäe gewonnen. Zum zweiten Mal in Folge hat "La Roja" zudem das argentinische Star-Ensemble um Lionel Messi im Finale geschlagen. Neben Superstar Alexis Sanchez stach vor allem Leverkusens Mittelfeld-Motor Charles Aránguiz heraus. Der 27-Jährige zeigte bei der Copa starke Leistungen und wird nach dem Triumph von allen Seiten mit Lob überschüttet.


Schwierige Saison bei Bayer


Charles Aránguiz hat eine lange Leidenszeit hinter sich. Vor einem Jahr wechselte der chilenische Stratege von Internacional Porto Alegre in die Bundesliga zu Bayer Leverkusen. 13 Millionen Euro ließ sich die "Werkself" die Dienste des zentralen Mittelfeldspielers kosten - Aránguiz sollte der Königstransfer für Lerverkusen werden.

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Doch die Saison hätte für den Neuzugang kaum bitterer verlaufen können. Im Training zog sich Charles Aránguiz einen Riss der Achillessehne zu und verpasste fast die komplette Saison. Erst am 28. Spieltag kam der Chilene zu seinem Bundesliga-Debüt. Dass die Werkself einen ganz Großen geholt hatte, zeigte sich dann jedoch schnell. Im Saisonendspurt zeigte der 27-Jährige herausragende Leistungen und fand mit zwei Treffern und zwei Vorlagen noch ein versöhnliches Ende der Spielzeit.


Herausragende Leistungen bei der Copa


In der chilenischen Nationalmannschaft gehört Charles Aránguiz zum absoluten Stamm-Personal. Der 46-fache Nationalspieler spielte in allen Partien des Turniers von Anfang an und zeigte starke Leistungen. Im Halbfinale gegen Kolumbien erzielte der Mittelfeldspieler den wichtigen Treffer zum 1:0, beim Elfmeterschießen im Finale blieb der Rechtsfuß ganz cool und verwandelte souverän.


Aranguiz, da sind sich alle Experten einig, hat einen ganz großen Anteil am erneuten Triumph von "La Roja". Neben seiner Erfahrung überzeugte der 27-Jährige mit großem Laufpensum, starker Zweikampfführung, herausragender Übersicht und Torgefahr.


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Doch neben seiner Treffsicherheit überzeugte der 1,71 Meter große "Krieger" insbesondere durch seine kämpferischen Auftritte und Willensstärke. „Kein Spieler auf der Welt arbeitet so hart, wie es Charles Aránguiz bei der Copa America getan hat", sagte der chilenische Nationaltrainer Juan Antonio Pizzi nach dem Finale.


Zudem wurde Charles Aránguiz in die Top-11 des Turniers gewählt - ein weiteres Indiz für seine starken Auftritte bei der Copa. 


Bayer darf sich freuen


Auch Bayer-Chef Rudi Völler ist begeistert von seinem Schützling: „Sein Einstieg in die Liga war beeindruckend, das hat er beim Turnier fortgesetzt. Aranguiz verkörpert die Stärke der Chilenen – spielerische Klasse, Laufbereitschaft und Torgefahr.“

Bei der Werkself können sich die Fans auf die Rückkehr des chilenischen Superstars freuen. Die Copa-Verteidigung ist für den Mittelfeld-Abräumer so etwas wie ein Happy End nach einer verkorksten Saison. In der kommenden Spielzeit wird Aránguiz nach seiner fast komplett verpassten Saison als eine Art Neuzugang zurückkehren. Dabei muss sich die "Werkself" mit ihrem starken Kader keineswegs verstecken. Mit Julian Baumgartlinger und Kevin Volland hat Bayer sich sinnvoll verstärkt. Dazu kommt noch "Neuzugang" Aránguiz. Auch in der Champions League ist durchaus mit Bayer 04 zu rechnen.