​Der internationale Transfermarkt könnte unmittelbar vor einem neuen "Superdeal" stehen. Es verdichten sich die Gerüchte, dass Paris Saint-Germain bereit sein soll 190 Millionen Euro für Neymar zu bezahlen. Eine Summe, die alle davor getätigten Rekordtransfers in den Schatten stellen würde. 


Diese neuerlichen Gerüchte haben die Verantwortlichen des FC Barcelona aufschrecken lassen. Umgehend wurde ein Unterhändler der Katalanen nach Brasilien beordert, der Gespräche mit Neymars Vater und Manager aufnehmen soll.

Neymar, der nicht im Copa-Kader der Brasilianer steht, macht gerade Urlaub in Brasilien und bereitet sich auf die Olympischen Spiele in Rio vor. Diese vermeintlich panisch wirkende Reaktion des FC Barcelona ist durchaus nachvollziehbar, denn Neymar hat bislang seinen bis 2018 laufenden Vertrag noch nicht vorzeitig verlängert - seit geraumer Zeit versucht Barcelona Neymar über das Jahr 2018 hinaus langfristig zu binden und seine festgelegte Ablösesumme von 190 Millionen Euro zu erhöhen. Die Ausstiegsklausel von 190 Millionen Euro scheint nicht mehr abschreckend auf Vereine wie PSG, Manchester United oder Real Madrid zu wirken.


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Die größte Gefahr für die Katalanen geht zweifellos vom französischen Meister PSG aus.

Paris Saint-Germain ist die letzten vier Spielzeiten souverän französischer Meister geworden. In der Ligue 1 kann den Klub von Besitzer Nasser Al-Khelaifi niemand stoppen. Vielmehr liegt der Fokus der Pariser auf der UEFA Champions League. Der große Traum von PSG-Chef Scheich Nasser ist es irgendwann die Champions League zu gewinnen. Geld spielt bekanntlich für den Milliardär nur eine untergeordnete Rolle. Dennoch muss sich auch PSG an das Financial Fair Play halten. Da kommt der Abgang von Zlatan Ibrahimovic - und das damit eingesparte Gehalt - gerade recht.

Das eingesparte Gehalt (Plus X) möchte der Klub aus der französischen Hauptstadt gerne in Neymar reinvestieren. So bietet PSG Neymar angeblich ein Jahresgehalt von 25 Millionen Euro - das Angebot vom FC Barcelona soll derzeit bei 15 Millionen Euro liegen. Es ist äußerst fraglich, dass die Katalenen mit dem Angebot aus Paris mithalten können. Denn es herrscht der Grundsatz bei Barca, dass Lionel Messi stets der Topverdiener des Teams sein soll - mit 25 Millionen Euro für Neymar wäre dies nicht mehr gegeben.


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Dabei waren Die Spanier bis vor kurzem von einer Vertragsverlängerung Neymars ausgegangen. Die Hoffnungen stützen sich darauf, dass Neymar der sportlichen Komponente eine größere Bedeutung beimisst, als das zusätzliche Gehalt, dass er in Paris verdienen könnte. Bei Barcelona existiert mit MSN (Messi, Suarez und Neymar) die beste Angriffsreihe der Welt, und in der Primera Division kann er sich in einer deutlich stärkeren Liga als die Ligue 1 präsentieren.


Vielleicht ist die Omnipräsenz von Messi aber auch das entscheidende Problem von Neymar.

Vor kurzem kam das Gerüchte auf dass Neymar gesagt hätte, dass er in Barcelona (mit Messi) niemals eine Chance hätte Weltfußballer zu werden. Wenn Neymar also aus Messis´ Schatten treten möchte und selber der absolute Anführer einer Mannschaft, die auch um den Champions League Titel mitspielen kann, werden will, dann könnte man in ein paar Tagen oder Wochen womöglich doch die Schlagzeile lesen: "Rekordtransfer, Neymar wechselt für 190 Millionen zu PSG"