Viele Fußballfans der alten Schule behaupten, man habe sich als Profifußballer erst dann wirklich bewährt, sobald man sich den heftigen Tackles und den rauen Wetterbedingungen der englischen Premier League ausgesetzt hat.


Während ein Cristiano Ronaldo oder Thierry Henry auch auf der Insel glänzten, so gab es eine ganze Reihe von Weltklassespielern, die im Ausland zum Topspieler avancierten, in England allerdings sang und klanglos versagten.


Folgende 18 Topspieler stellten ihr Können sicherlich unter Beweis, ganz gewiss aber nicht in der Premier League:



1. Juan Cuadrado

Im Februar 2015 kam Cuadrado für satte 31 Millionen Euro aus Florenz zum FC Chelsea. Die Blues verpflichteten einen absoluten Überflieger aus der Serie A. Der englische Spielstil lag dem Kolumbianer aber so gar nicht.

Ein halbes Jahr nach seiner Verpflichtung verlieh man den rechten Außenbahnspieler zurück nach Italien - diesmal zu Juventus Turin. Dort schlug Cuadrado unmittelbar ein. 2017 verkaufte Chelsea seinen Flop nach zweijähriger Leihe für 20 Millionen Euro an den italienischen Rekordmeister.



2. Stefan Savic

Das perfekte Beispiel für eine erfolgreiche Karriere nach Startschwierigkeiten in England liefert der montenegrinische Nationalspieler Savic.

Für zwölf Millionen Euro aus Belgrad gekommen, lief der Innenverteidiger in der Saison 2011/12 20 Mal für Manchester City auf, fiel dabei kaum auf und wechselte nur eine Saison später ablösefrei nach Florenz.

Mittlerweile gehört der Abwehr-Routinier von Atlético Madrid zu den am meisten unterschätzten Verteidigern der Welt, spielt äußerst konstant und wurde bereits drei Mal zum Spieler der Saison gekürt.



3. Davor Suker

Bei Suker kann man durchaus ein Auge zu drücken. Der kroatische Mittelstürmer war bereits 31, als er nach drei erfolgreichen Jahren bei Real Madrid zum FC Arsenal wechselte.

Elf Tore in 39 Spielen sind zwar keine miserable Quote, dennoch hatten sich die Gunners deutlich mehr erhofft. Immerhin kam mit Suker der Torschützenkönig der WM 1998 zu den Londonern.



4. Fernando Morientes

Weniger Ausreden sollte Morientes parat haben. Eigentlich in der Blüte seiner Karriere aus Real Madrid gekommen, schoss der erfolgreiche spanische Nationalstürmer gerade einmal zwölf Tore in 60 Spielen für den FC Liverpool.

Zu wenig für den Mann, der zuvor regelmäßig in der Champions League netzte, 2003/04 sogar Torschützenkönig der Königsklasse wurde.



5. George Weah

Weah gewann 1995 den Ballon d'Or und ist Afrikas Fußballer des Jahrhunderts. Während seiner halbjährigen Leihe von AC Milan an die Themse schoss der Mittelstürmer Liberias vier Tore in 13 Spielen.

Keine starke Ausbeute für einen Weltfußballer. Mit Chelsea gewann er 2000 zwar den FA-Cup, stand allerdings im Schatten seiner Mitspieler.



6. Ricardo Quaresma

Der nächste Mann mit wenig Ausreden: Quaresma war Mitte zwanzig, kam mit viel Talent und Potenzial nach seinen Stationen beim FC Barcelona und Inter Mailand an die Stamford Bridge.

Kurz vor seiner Ankunft in England hatte der offensive Wirbelwind bei der Europameisterschaft 2008 getroffen. In London dann die Ernüchterung: Vier Spiele in der Premier League, null Tore.



7. Diego Forlán

Forláns erste Station in Europa hieß Manchester United. Für die Red Devils erzielte der bullige Mittelstürmer gerade einmal zehn Tore in 63 Ligaspielen. In England wusste sich Forlán einfach nicht durchzusetzen. Kaum zu glauben, oder?

Immerhin schoss der Uruguayer sich später gleich zwei Mal zum Torschützenkönig der La Liga und zählt mittlerweile zum All-Star-Team der WM 2010.



8. Maicon

2010, damals noch bei Inter unter Vertrag, wollten die englischen Fußballfans den damals besten Rechtsverteidiger der Welt unbedingt in ihrer Liga sehen. Als ihr Wunsch zwei Jahre später in Erfüllung ging, wurden sie bitter enttäuscht.

Der Brasilianer war nur noch zur Hälfte der, der in Italien die rechte Seite rauf und runter lief. England war nichts für ihn. Maicon verließ Manchester City nach nur einem Jahr und 13 Spielen.



9. Andriy Shevchenko

Zwei Jahre nachdem er den Ballon d'Or gewann, wechselte Milan-Legende Shevchenko zum FC Chelsea. Die Blues hatten den Ukrainer schon länger auf dem Zettel. Umso größer war der Hype, als er tatsächlich in der Premier League auflief.

Alle träumten von dem unaufhaltsamen Sturmduo aus Didier Drogba und Shevchenko. Die bittere Realität: Der beidfüßige Mittelstürmer erzielte in 48 Spielen erbärmliche neun Tore und wurde nur zwei Spielzeiten später zurück in das San Siro verliehen.



10. Gonzalo Higuain

Zugegeben: Die Leistungen von Higuain wiesen bereits vor seiner halbjährigen Leihe an den FC Chelsea eine Abwärtskurve auf. Trotzdem hatte sich Chelsea-Coach Maurizio Sarri sicherlich mehr als fünf Treffer aus 18 Spielen von dem erfahrenen Torjäger erhofft.



11. Deco

Bereits in seinem ersten Monat sicherte sich Deco beim FC Chelsea die Auszeichnung als Premier League-Spieler des Monats. Der eigentliche Transfercoup stellte sich ein wenig später doch als Flop heraus.

Decos Zeit in Europa war vorbei, zwei Jahre später zog es den offensiven Spielmacher in seine Heimat nach Brasilien.



12. Gerard Piqué

Bei seinem Jugendklub FC Barcelona reifte Piqué später zu einem Weltklassespieler. Vorher aber kickte der Innenverteidiger bereits für Manchester United.

Drei Jahre war der damalige Teenager auf der Insel. Mit der Härte des englischen Fußballs kam er noch nicht zurecht. Lediglich zwölf Premier League-Spiele stehen dem spanischen Nationalspieler zu Buche.



13. Jerome Boateng

In England schmorte Boateng fast durchgängig auf der Bank. Nach einem erfolglosen Jahr bei den Skyblues ging es für den Berliner 2011 zum FC Bayern.

Hier winkt dem Abwehrmann ein Erfolg nach dem nächsten: 7 Mal Deutscher Meister, Vier Mal Pokalsieger, 2016 Deutschlands Fußballer des Jahres und obendrein noch die Weltmeisterschaft 2014.



14. Bastian Schweinsteiger

Für Schweini ging es ein Jahr nach der Weltmeisterschaft nach England. Nach 17 Jahren an der Säbener Straße suchte der Mittelfeld-Routinier eine neue Herausforderung bei Manchester United.

In der Premier League fand Schweinsteiger aber nie zu alter Stärke zurück. Zwei Jahre und 18 mickrige Ligaspiele später wechselte der einstige Bayern-Star von England nach Amerika. Bei Chicago Fire FC beendete der 35-Jährige vergangenen Oktober seine Karriere.



15. Juan Sebastián Verón

Der einzige Grund, warum Verón den meisten United-Fans geläufig ist, dürften die zahlreichen Flop-Listen sein. Hier taucht der teure Einkauf aus Rom immer wieder auf. 42,6 Millionen Euro kostete der Mittelfeld-Motor im Sommer 2001.

Mit dem rustikalen Spielstil der Engländer kam Verón aber sowohl in Manchester als auch später beim FC Chelsea nicht zurecht.



16. Ángel Di María

Mit einer Menge Selbstbewusstsein im Gepäck schloss sich Di María im Sommer 2014 Manchester United an. Kurz zuvor gewann der Argentinier mit Real Madrid die Champions League und den Pokal, in dessen Finale er das entscheidende 2:1-Sieg-Tor über Barcelona markierte.

In seiner einzigen Premier League-Saison lief für den Linksfuß gar nichts rund. Mit drei Toren aus 27 Ligaspielen blieb er deutlich hinter den Erwartungen und wechselte zu PSG.



17. Robinho

Um den Ballon d'Or kämpfte Robinho zwar nie, dennoch kennt ihn wohl ein jeder Fußballfan. Immerhin sprechen wir von einem 100-fachen brasilianischen Nationalspieler.

2008 wechselte er von Real Madrid zu Manchester City. 15 Tore in seiner Debüt-Saison sind zwar nicht allzu schlecht. Danach herrschte um den Linksaußen jedoch Stille.



18. Radamel Falcao

Viele Fans unterstellen Falcao ein völliges Versagen am englischen Ufer. Der kolumbianische Mittelstürmer spielte jeweils eine Spielzeit für Manchester United und dem FC Chelsea.

Trotz des fünften Platzes in der Ballon d'Or-Rangliste nur zwei Jahre vor seinem Wechsel nach Old Trafford kam 'El Tigre' nicht über vier Tore in Manchester sowie ein Tor in London hinaus.